Deutsche Bank plant Gold-Tresor

Die Deutsche Bank beabsichtigt nach Angaben der Zeitung Financial Times, in Großbritannien, vermutlich in London, einen neuen Gold-Tresor zu eröffnen. Bereits 2013 soll der Tresor betriebsbereit sein. London gilt als weltweites Zentrum des Goldbarren-Handels. Aufgrund der immer weiter steigenden Nachfrage nach Gold zeichnet sich in der britischen Hauptstadt ein akuter Mangel an Tresorkapazitäten ab.

Lagerung von Gold (Foto: Bundesbank)

Die Entscheidung zum Bau des neuen Tresors, der von der Firma G4S errichtet und verwaltet werden soll, kam nach Angaben der Deutschen Bank als Antwort auf die gestiegene Nachfrage nach Lagermöglichkeiten für Barren. Raymond Key, global head of metals trading bei Deutsche Bank kündigte an, dass sein Haus „schnell eine führende Position im Aufbewahren und Handel von Metallen“ erreichen möchte. Kunden würden versuchen, sich bezüglich der Orte, an denen sie ihre physischen Güter aufbewahren, breiter aufzustellen, und die Kunden schätzten die Zuverlässigkeit der Deutschen Bank.

Deutsche Bank setzt auf Gold-Boom

Die Deutsche Bank folgt damit einem Trend, den auch andere Unternehmen und Banken erkannt haben: Der immer noch anhaltende Gold-Boom führt zu einer steigenden Nachfrage nach Lagermöglichkeiten, die sicher und kostengünstig sein sollen. Der US-Logistikkonzern Brink’s eröffnete 2011 ein solches Tresorzentrum in London und ist bereits am überlegen, die Kapazitäten aufgrund der kontinuierlichen Nachfrage nach sicheren Lagerräumen auszuweiten.

Die Gebühren für die Lagerung von Gold beläuft sich nach Schätzungen der Financial Times auf üblicherweise 0,03 bis 0,15 Prozent des Wertes des eingelagerten Goldes pro Jahr.

Ist der Gold-Boom also doch noch nicht vorbei? Nein – denn sonst würden hier keine neuen Lagerkapazitäten aufgebaut. Solche großen Investitionen sind sehr langfristige Projekte, und wenn die Deutsche Bank davon ausgeht, dass der Goldkauf noch weiter zunehmen wird, dann ist das ein weiteres Argument um auch jetzt noch Gold zu kaufen. Physische Werte sind krisenfest – und die Euro-Krise, darauf sei nur einmal am Rande hingewiesen – ist noch alles andere als ausgestanden.

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