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Goldkauf erreicht neues Rekordniveau
Die Verunsicherung der privaten und institutionellen Anleger ist im Moment riesig. Der Ansturm auf das krisensichere Edelmetall Gold ist nur folgerichtig. Als Folge daraus hat der Goldpreis einen neuen Allzeithöchststand erreicht - das Gold kaufen erlebt derzeit einen nie da gewesenen Boom.
Aber der Reihe nach: seit mehreren Jahren beobachten wir hier bei www.Gold-kaufen.biz die Entwicklung der Weltwirtschaft mit einem besonderen Fokus auf der Geldanlage Gold. Diese gilt nicht ohne Grund als Reservewährung Nummer eins – seit Jahrtausenden sichern Staaten, Unternehmen und Privatleute ihr Vermögen, in dem sie es zu einem mehr oder weniger großen Anteil in Gold anlegen. Krisenzeiten sind Goldzeiten – und eine solche (zumindest was die Psychologie der Massen angeht) erleben wir gerade.
Sowohl im Euroraum, als auch in den Vereinigten Staaten von Amerika schwindet das Vertrauen ins heimische Papiergeld. Ausufernde Staatsverschuldung in den USA, in Europa noch dazu die massiven Haushaltsprobleme in einigen südeuropäischen Staaten – Griechenland ist praktisch pleite und kann nur durch immer neue Überweisungen aus Nordeuropa (also vor allem aus Deutschland) in seinem instabilen Status gehalten werden.
Die Financial Times Deutschland sieht den Goldpreis auf dem längsten Höhenflug seit 90 Jahren – Gold steuert auf das achte Jahr in Folge mit Gewinnen. Die FTD sieht die Marke von 1600 US-Dollar in Reichweite. Gegenwärtig tendiert der Goldpreis bei 1579 US-Dollar bzw. 1114 Euro (Stand: 14.07.2011).
An den Finanzmärkten sei die Verunsicherung groß und die Schuldenkrise halte mit all ihren Ansteckungsgefahren den Goldmarkt fest im Griff, zitiert der FTD-Bericht eine Einschätzung der Deka-Bank. Zudem lastete der ungelöste Streit um die Erhöhung der US-Schuldengrenze auf der Stimmung. Sollte nicht schnell eine Lösung gefunden werden, sind die USA im kommenden Monat zahlungsunfähig.
Das Handelsblatt bringt es auf den Punkt:
Hauptgrund für die Rekordjagd bei Gold ist die große Verunsicherung der Anleger. Ausschlaggebend sind die Schuldenkrise in Europa und die zusehends unter Druck stehende Bonität der USA.
Und wie in unserer Grafik zu sehen ist, stieg der Goldpreis in den vergangenen zwei Wochen mit einer gigantischen Wachstumsrate an – etwa 10 Prozent Zuwachs in 12 Tagen sprechen für sich und müssen wohl nicht weiter kommentiert werden:
Unsere Einschätzung: Wer bereits in Gold investiert hat, der kann sich im Nachhinein über diese „goldrichtige Entscheidung” freuen. Aber auch jetzt ist es – allen Unkenrufen zum Trotz – noch nicht zu spät für den Goldkauf. Denn die gesamtwirtschaftliche Wetterlage, insbesondere die Haushaltskrisen in den USA und im Euro-Raum, lassen noch viel Spielraum für einen weiteren Anstieg des Goldpreises.
Peter Gauweiler: Griechenland verschleppt seinen Konkurs
Der gemeinhin als ein Mann klarer Worte bekannte CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler hat sich in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung für einen klaren Schuldenschnitt mit Griechenland ausgesprochen. Schon die erste Runde der Milliardenhilfe für das unter einer massiven Haushaltskrise leidende Griechenland lehnte Gauweiler 2010 ab – und reichte bei dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe Verfassungsklage ein.
„Griechenland ist pleite und hat mehr Schulden, als es je bezahlen kann”, bringt es Gauweiler kurz und knapp auf den Punkt. Der EZB wirft er vor, dass sie ohne rechtliche Grundlage und zulasten ihrer Eigentümer Schrottpapiere in Milliardenhöhe aufgekauft habe. Weiteres Geld nach Griechenland würde die „Stunde der Wahrheit” für die EZB-Bilanzen lediglich hinauszögern und daneben die Gläubigerbanken stützen. „Was wir derzeit erleben, nannte man früher Konkursverschleppung”, so der 62-jährige Bayer.
Hier finden Sie das gesamte Interview: Peter Gauweiler zur Griechenland-Krise Eine dramatische Entwertung der Gemeinschaftswährung
Er bedauert die Tatsache, dass für Griechenland nicht bereits im vergangenen Jahr ein klarer Schuldenschnitt und ein Schuldenmoratorium erfolgt seien. „Ich bin mir sicher: Griechenland wäre heute schon wieder auf dem Weg der Gesundung”, so Gauweiler. Er weist im Interview darauf hin, dass eine Staatsinsolvenz auch die Grundlage für einen erfolgreichen Neubeginn sein könne und verweist auf die jüngeren Beispiele aus Argentinien, Russland und der Türkei.
Eine tiefere Ursache der derzeitigen Problematik sieht Gauweiler in den Geburtsfehlern des Euro:
„Ein Währungsraum aus Gebieten unterschiedlicher Leistungsbilanzen und ohne staatliches Dach. Dessen Stabilitätskriterien keiner einhält. Schon die einzelnen Staaten schaffen es ja kaum, unterschiedliche Leistungsbilanzen im Inneren auszugleichen: siehe die deutsch-deutsche Währungsunion, die bis heute nur durch Transfers funktioniert, siehe den innerdeutschen Streit um den Länderfinanzausgleich, siehe die Kluft zwischen Nord- und Süditalien seit 150 Jahren. Auf Ebene eines Erdteils ist ein solches Unterfangen erst recht nicht zu bewältigen.”
Skeptisch zeigt er sich jedoch, ob eine realistische Chance für die Durchsetzung seiner Forderungen gibt: „Die Führungsleute in den Fraktionen werden auch dieses Mal die Griechenlandhilfen durchziehen, obwohl doch in der Sache alles anders läuft, als sie angekündigt haben. Die Unterschiede der Parteien sind beim Euro ja seit seiner Einführung nur auf dem Millimeterpapier sichtbar.”
Wir meinen: Griechenland wird auch in seiner sehr verfahrenen Situation Unterstützung seitens der Europäischen Union bekommen – ob man dies nun begrüßt oder nicht, aber so sieht der “common sense” derzeit aus. Damit ist das Problem des gewaltigen griechischen Schuldenstands, der noch weiter anwachsen wird, aber nicht vom Tisch, sondern nur verschoben. So sieht keine Lösung aus! Die Griechenlandkrise ist hier übrigens schon eine Art “Dauerthema” geworden. Weiser sind die Politiker mit der Zeit aber nicht geworden. Die Gefahr für ein Auseinanderfallen des Euroraumes und das Aufbrechen tektonischer Verwerfungen steigt weiter und weiter. Goldkauf ist eine Alternative, denken Sie darüber nach!
Gold kaufen 2011 – es dürfte turbulent bleiben
Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen, Zeit für einen kleinen Rückblick auf die vergangenen Monate – unter besonderer Berücksichtigung der Anlage in Gold. Gold kaufen wurde spätestens in 2010 zu einem Massenphänomen. Die als krisenfest geltende Form der Kapitalanlage wurde durch verschiedene Faktoren immer wieder in ihrer Aufwärtsentwicklung befeuert. Haupttreiber waren die Haushaltsprobleme diverser Euro-Länder, die das Vertrauen in die Gemeinschaftswährung Stück für Stück erschütterten und so den kleinen Privatanleger auf die Suche nach geeigneten alternativen Anlageformen trieb. Der Goldkauf war darunter eine der beliebtesten.
Goldpreis hat sich fast verdoppelt
Wir von Gold-kaufen.biz sehen uns in unserer Empfehlung pro Gold durch die Entwicklung der vergangenen zwei Jahre mehr als bestätigt. Wer früh eingestiegen ist, der darf sich über eine beträchtliche Wertsteigerung freuen. Betrug der Schlusskurs für die Goldunze am 8. Dezember 2008 noch 773,40 US-Dollar, so lag er am 3. Dezember 2010 bei 1414,85 US-Dollar. Eine gewaltige Steigerung also!
Auch jetzt ist es noch nicht zu spät, das eigene Vermögen durch den Kauf von Gold zu sichern und an einem wohl auch 2011 stabil nach aufwärts gehenden Goldpreis zu partizipieren. Wer seine Euros in Anlagemünzen umtauscht und dadurch “vergoldet”, oder noch besser gleich ein oder mehrere Goldbarren kauft, der wird auch in Zukunft auf der sicheren Seite stehen. Wobei wir – was wir ja immer getan haben – von einer reinen Fokussierung auf Gold warnen.
In einem gesunden Anlageportfolio sollte Gold jedoch nicht fehlen, und der jeweilige Goldanteil hängt vom Anlegertyp und den verfügbaren Ressourcen des Investors ab. Auch möchten wir den Euro nicht per se verteufeln, auch wenn eine rapide oder schleichende Geldentwertung, wie wir sie in der Nachkriegszeit noch nicht erlebt haben, sehr gut möglich ist. Wann es damit “losgeht”, das können wir leider auch nicht prognostizieren. Um die eigene Liquidität zu bewahren, ist beispielsweise ein Tagesgeldkonto eine gute Wahl. Hier hat der Anleger auch kurzfristig die Möglichkeit, an sein Geld heran zu kommen. Bei den besten Anbietern sind derzeit noch über zwei Prozent Zinsen zu bekommen, etwa für das Tagesgeldkonto der Bank of Scotland. Hier sollte man jedoch keine zu großen Summen anlegen, da im Fall eines Zusammenbruchs des Bankensektors nicht gesichert ist, dass man als Privatanleger sein Kapital noch rechtzeitig abziehen kann und die staatlichen Garantien einen globalen Finanzkollaps nicht absorbieren könnten – die Einlagensicherung wäre im Extremfall also relativ wertlos.
Zukunft des Euro 2011 unklar
Aber zurück zum Thema Gold. Ein sehr lesenswerter Kommentar in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gibt Goldanlegern einige gute Argumente mit auf den Weg, um in jeder Diskussion bestehen zu können. Die relative Unaufgeregheit angesichts der irischen Finanzprobleme sieht der Kommentator als ein erstes Anzeichen dafür, dass sich die Öffentlichkeit bereits dabei ist, sich an Staatsschuldenkrisen in Europa zu gewöhnen.
Vieles deutet darauf hin, dass die Euro-Staaten auf einen schlüpfrigen und abschüssigen Weg geraten sind. Griechenland ließ sich noch wegstecken (einmal ist keinmal, sagt man gerne), für Irland wird die Solidarität schon stärker strapaziert. Und nun wird über Spanien und Italien spekuliert.
urteilt der Autor Stefan Hank weiter, wobei die letzteren beiden von einem ganz anderen Kaliber wären:
Italien ist mit 1800 Milliarden Euro Verbindlichkeiten der größter Schuldner im Euro-Raum und muss im kommenden Jahr mutmaßlich 340 Milliarden Euro einsammeln. Spanien braucht mindestens halb so viel.
Hank sieht den Umgang mit der Schuldenkrise in Griechenland als den Ur-Sündenfall, als von heute auf morgen der europäische Stabilitätspakt mitsamt der No-Bailout-Klausel beerdigt wurde. Eine solche Solidarität habe ihren Preis, da weder eine Transfer- noch eine Haftungsunion je vorgesehen war. Jetzt aber seien die automatisch geltenden Regeln der Wirtschafts- und Währungsunion außer Kraft gesetzt, die einst dazu eingeführt worden waren, um das auf Wahlen und kurzfristige Erfolge fixierte Handeln der Politiker zu lenken. Jetz aber sei Europa in der Hand eben dieser Politiker, es werde nicht mehr von seinen Institutionen geschützt.
Und wie sieht Hank die Zukunft, wenn jetzt auch noch Italien, Spanien und Portugal ins Wanken geraten sollten?
Dann jedenfalls ist nicht gesagt, dass eine geordnete Renationalisierung der Währungen die teurere Alternative wäre. Von der aufgeladenen Propaganda der politischen Eliten („Scheitert der Euro, dann…“) sollte sich niemand irritieren lassen. Länder können auch ohne gemeinsame Währung prima zusammenleben. Offene Märkte und gemeinsamer Handel sind hinreichend pazifierende Instrumente der Völkerfreundschaft.
Hier können Sie den ganzen Kommentar bei der FAZ nachlesen:
Zur Zukunft des Euro – Auf schlüpfrigem Pfad
Unsere Meinung dazu:
Auch wenn im Kommentar kein direkter Bezug zum Gold genommen wird: Ein Zusammenbruch des Euro und eine Rückkehr zu nationalen Währungen würde zu massiven Verwerfungen führen und den Goldpreis innerhalb kürzester Zeit massiv nach oben treiben.
Sollte dann tatsächlich die D-Mark (oder eine vertrauenswürdige Nach-Euro-Währung, die von den stabilsten Staaten der Europäischen Union zu tragen wäre) eingeführt werden, dürfte diese auch auf die Anleger aus den dann nur noch mit Schwachwährungen ausgestatteten Ländern eine gewaltige Anziehungskraft entwickeln. Diese neue Währung wäre dann wesentlich stabiler als der Euro es je werden konnte. Nach den Turbulenzen des Währungswechsels wäre dann auch ein guter Zeitpunkt, um die eigenen Goldreserven abzubauen und zu verkaufen. Aber das ist jetzt alles Zukunftsmusik. Fest steht: 2011 wird bestimmt genau so spannend wie 2010 es war – und mit Gold kaufen liegt man auch 2011 goldrichtig!
Goldkauf – Sparkasse oder online?
Das Goldkaufen ist eine Angelegenheit, mit der man sich in der Regel intensiver auseinandersetzt. Gold wird nicht spontan gekauft, und wer den Goldkauf ernsthaft und zur Sicherung seiens privaten Vermögens betreibt, der wird sich auch eine größere Menge an Anlagegold zulegen. Früher oder später stellt sich dann die Frage: Soll ich Gold online kaufen oder ist der Gang zu einem Bankhaus vielleicht doch die bessere Wahl? Neben der Bank – etwa eine Sparkasse – steht möglicherweise auch ein lokaler Goldhändler als weitere Alternative zur Verfügung. Aber letztendlich muss man sich entscheiden, ob man eine so große Investition über den “neuen” Kanal Internet realisieren möchte oder nicht.
In unserem Beitrag zum Thema Gold online kaufen haben wir einige gute Argumente geliefert, warum der Goldkauf über das Internet relativ risikofrei ist – zumindest nicht gefährlicher als der Einkauf in der Sparkasse. Und das Internet bietet weitere Vorteile – Online-Händler können nicht nur besser Konditionen bieten (mehr Gold für den Euro), sondern die Lieferung erfolgt auch diskret. Niemand erfährt also, dass Sie Gold gekauft haben!
Wir von Gold-kaufen.biz möchten unseren Lesern die Angst vor dem Goldkauf im Internet nehmen und Argumente für den Einstieg ins Gold liefern. Ganz gleich in welcher Größenordnung Sie investieren möchten – ob Sie sofort groß einsteigen und Goldbarren bestellen oder es Ihnen die eigenen finanziellen Möglichkeiten nur erlauben, einen Krügerrand zu kaufen: Wir hoffen, dass Ihnen unsere Seite weiterhilft.
Und machen Sie sich keine Sorgen über den derzeit hohen Goldpreis – der dürfte durchaus noch weiter steigen! Wenn Sie in den Beiträgen der vergangenen eineinhalb Jahre blättern werden Sie sehen, dass wir mit unseren Prognosen gar nicht so schlecht lagen.Und den Goldkauf bei der Sparkasse, den lassen Sie mal lieber Ihren Nachbarn machen.
Viel Erfolg bei Ihrem nächsten Goldkauf.
Goldboom – Banken erweitern Lager
Die enorme Nachfrage nach Gold, die durch die Krisen des europäischen Währungssystems und ständig neue Horrormeldungen angefeuert wird, bringt die Banken in Not: Neben temporären Engpässen bei der Lieferung von Goldbarren und Goldmünzen werden langsam auch die Lager zu klein. Denn das Gold muss schließlich an einem sicheren Ort deponiert oder zumindest zwischengelagert werden.
Auch wenn manche Anleger sich dazu entscheiden, das physische Gold keiner Bank anzuvertrauen und es in einem eigenen Tresor verwahren, so gibt es auch viele private Anleger, die den bequemeren Weg einer Bankaufbewahrung vorziehen und dort ein Schließfach anmieten. Grundlegende Gedanken zum Thema Lagerung von Gold finden Sie in unserem speziellen Beitrag zur Goldlagerung.
Institutionelle Anleger haben oft keine andere Möglichkeit, als ihre großen Goldbestände bei einem Bankhaus oder einem auf die Aufbewahrung von Edelmetallen spezialisierten Unternehmen zu deponieren.
Und aus diesen Gründen profitiert eine Branche ungemein vom anhaltenden Goldboom, wie die Financial Times Deutschland berichtet: Die “Banken bauen Goldbunker” – nämlich Firmen, die auf den Bau und/oder Betrieb von Goldlagern spezialisiert sind. Weil die zu Zeiten des letzten Goldbooms in den 1970er Jahren entstandenen Bunkerkapazitäten in den letzten Jahren aus Kostengründen wieder reduziert wurden, müssen die Banken jetzt möglichst schnell geeignete Lagerstätten errichten, die zeitgemäßen Sicherheitsansprüchen gerecht werden.
Die US-Bank JP Morgan Chase öffnete erst kürzlich ein neues Goldlager in Singapur, und die FTD berichtet weiter, dass auch die Deutsche Bank erwägt, ein neues Goldlager zu errichten. Der Goldboom lässt also eine ganze Gold-Industrie prosperieren – samt der Nebenbereiche wie eben der Goldlagerung.
Unser Tipp: Wenn Banken in großem Umfang ihre Lagerkapazitäten für Gold ausweiten, ist dies ein klares Signal, dass der Goldboom noch lange nicht vorbei ist. Zudem verunsichern immer neue Horrormeldungen die privaten Anleger, aber auch institutionelle Anleger setzten vermehrt auf Gold. Erst heute wurde bekannt, dass die Ratingagentur Moody’s die Kreditwürdigkeit Griechenlands erneut massiv abgestuft hat – laut FAZ mit der Hinweis auf die „’beträchtlichen’ makroökonomischen Risiken und Umsetzungsgefahren, die mit dem Hilfsprogramm im Zusammenhang stünden”. An Argumenten für den Goldkauf mangelt es derzeit wahrlich nicht…
Goldmünzen ausverkauft?
Wenn Sie Ihr Geld immer noch nicht in Sicherheit gebracht haben, wird die Zeit knapp. Goldmünzen sind in vielen Shops ausverkauft.
Die Nachfrage nach Goldanlagemünzen ist enorm angestiegen. Viele Händler haben mittlerweile erhebliche Lieferschwierigkeiten. Der Verkaufspreis für eine Goldunze hat in vielen Shops schon die magische Marke von 1.000 Euro überschritten. Das ist ein Warnsignal erster Güte. Der Markt wechselt in den Panik-Modus.
Unterdessen wird der Euro gegenüber dem Dollar immer schwächer. Der Wechselkurs EUR/USD liegt aktuell unter 1,27.
Dies liegt auch an der neuen Politik der EZB, die sich von ihrem obersten Ziel – der Geldwertstabilität – verabschiedet hat, akzeptiert die EZB doch nunmehr griechische Regierungs-Anleihen („Junk-Bonds”) als Sicherheit. Zudem wird bereits erwogen, dass die Zentralbank selbst griechische Regierungs-Bonds kauft. Dies wäre nichts anderes als das Drucken von Geld.
Fazit: Es kristallisiert sich immer mehr heraus, wovor wir seit vielen Monaten warnen: Es wird in puncto Euro zu dramatischen Änderungen kommen, möglicherweise schon in den nächsten Wochen oder Monaten. Im Zuge einer Währungsreform oder einer Hyperinflation könnten Anlagen, die auf Euro lauten verloren gehen: Lebensersicherungen, Festgeld, Zertifikate (Inhaber-Schuldverschreibungen), Sichteinlagen etc.
Got Gold?
Tipp: Wo kann man jetzt in Deutschland noch Goldmünzen kaufen? Natürlich sind nicht alle Shops “leergekauft” einige liefern immer noch Goldmünzen online aus.
Staatspleite: Griechenland beantragt Milliarden
Griechenland kapituliert vor den Märkten. Regierungschef Giorgos Papandreou hat an diesem Freitag die Euro-Partnerländer und den Internationalen Währungsfonds (IWF) offiziell gebeten, sein Land mit Finanzhilfen zu unterstützen. Sein halbherziges Sparprogramm, das in Griechenland auf massiven Protest stieß, konnte die internationalen Finanzmärkte nicht davon überzeugen, dass die Griechen ihre Finanzen wieder in den Griff bekommen würden.
Folgerichtig verschlechterte sich die Lage des Landes immer weiter – es konnte nur zu immer höheren Zinsen Kredite an den Finanzmärkten aufnehmen. Während die deutschen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren seit Dezember 2009 bezüglich der Verzinsung stabil blieben, nahm diese bei griechischen Anleihen seitdem massiv zu – die Zinsdifferenz wuchs. Auch im vergangenen Jahr waren die Zinserträge für griechische Staatsanleihen ca. 1,5 Prozentpunkte über den deutscher Papiere. Doch seit Dezember wuchs dieser “Angstaufschlag” so massiv an, dass die griechischen Staatsanleihen dem risikofreudigen Anleger jetzt über 7 Prozent Rendite einbringen – eventuell, denn es beginnen jetzt Diskussionen, wie man die Geldanleger an dem Hilfspaket für die Griechen “beteiligt”, d.h. die Staatsanleihen abwerten kann.
Deutschland 3 Prozent, Griechenland 7 Prozent (und wachsend): In der guten alten Zeit der Deutschen Mark und der griechischen Drachme hätte die griechische Zentralbank einfach eine Abwertung ihrer unter Druck geratenen Währung iniziiert bzw. die Märkte hätten diese selbst realisiert. Flankiert von internationalen Institutionen hätte man seinerzeit auf diese Weise auch die heimische Wirtschaft wettbewerbsfähiger machen und den Handel positiv beeinflussen können (Abnahme der Importe, Zunahme der Exporte).
Im Euro-Raum ist dies nicht möglich. Das massive Staatsdefizit Griechenlands musste letztlich dazu führen, dass der kleine Staat, den der FDP-Politiker Frank Schäffler in der BILD-Zeitung bereits als “Fass ohne Boden” bezeichnet, alleine von deutscher Seite aus bis Ende 2012 mit 30 Milliarden Euro an Krediten gestützt werden wird. Danach, so Schäffler, kann es noch mehr werden.
SPD-Fraktionschef Steinmeier unterstellt der Bundeskanzlerin, das wahre Ausmaß der Griechenland-Kredite erst nach den anstehenden Wahlen in NRW bekanntgeben zu wollen und dringt auf ein schnelles Handeln.
Die Griechenland-Rettung erreicht damit eine neue Dimension – und könnte zu einem Andauern des Gold-Booms führen, der gerade durch die Schwäche des Euros angefeuert wird. In Griechenland werden unterdessen die Konten geleert – ein nicht unerheblicher Teil des Gelder dürfte aus Angst vor einem Bankencrash in Gold investiert werden. Gold ist die ultimative Absicherung bei einem möglichen Zusammenbruch des Bankensektors. Dieser könnte in Griechenland bald anstehen. Aber auch aus deutscher Sicht sollte man nicht zu sehr in die Stabilität des Euro vertrauen – nach Griechenland könnten weitere, bedeutendere Staaten in Zahlungsprobleme geraten. Und eine Währung ist immer nur so stabil wie die Volkswirtschaften, die dahinter stehen.
Investieren Sie in sicheres Gold – kaufen Sie Gold und machen Sie Ihr privates Vermögen (zumindest einen Teil davon) krisenfest. Möglicherweise erzielen Sie durch den steigenden Goldpreis auch noch einen attraktive Gewinn.
Silber-Philharmoniker: Schwarzgeldtrick?
Auf dem Online-Portal des Spiegel (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,633464,00.html) kann man heute lesen, der Silber Philharmoniker erfreue sich derzeit einer großen Beliebtheit bei deutschen Anlegern. Ursache für die große Nachfrage sei die Möglichkeit, Schwarzgeld über die Grenzen zu schaffen, ohne dass der Zoll intervenieren könne.
Zum Hintergrund: Seit Anfang 2008 prägt die Österreichische Prägeanstalt den silbernen Philharmoniker. Es handelt sich hier um eine Anlagemünze aus 999er Feinsilber und einem Durchmesser von 3,7 cm. Allein im Jahre 2009 sind bis dato fast 5 Millionen Münzen bestellt oder verkauft worden.
Wie sieht nun der Trick aus? Nun, der springende Punkt ist die Differenz zwischen Nennwert und Materialwert. Der Nennwert für die Unze beträgt nämlich nur 1,50 Euro. Da der Philharmoniker offizielles Zahlungsmittel ist, könnte man daher für diesen Betrag etwa eine Tageszeitung kaufen. Da man beim Grenzverkehr zwischen Österreich und Deutschland legal 10.000 Euro mitführen darf, könnte man also 6.666 Silber-Philharmoniker über die Grenze bringen, ohne dass die Behörden einschreiten dürften.
Der Marktwert der Münzen ist jedoch viel höher: er liegt derzeit bei etwa 12,45 Euro bei unserem Partner Anlagegold24. Folglich könnte man tatsächlich Münzen im Wert von über 80.000 Euro nach Österreich bringen, ohne diese beim Zoll deklarieren zu müssen.
Allerdings werden in dem Artikel zwei Dinge nicht berücksichtigt: Silber unterliegt im Unterschied zu Gold der Umsatzsteuerpflicht. Dadurch wird ein möglicher Gewinn deutlich geschmälert. Zum anderen wögen die 6.666 Münzen über 200 Kilogramm – ein echtes Transportproblem …
Im Übrigen stellt sich auch die Frage, warum der „Trick“ nur beim Silber klappen soll. Was ist mit Goldmünzen. Hier fallen keine Umsatzsteuern an und es hat eine viel größere Wertdichte. Der Wiener Philharmoniker als Goldunze hat – jedenfalls die neueren Münzen – einen Nennwert von 100 Euro bei einem Marktwert von etwa 715 Euro. 100 Münzen – Nennwert: 10.000 Euro – hätten demnach einen Marktwert von 71.500 Euro.
Fazit: Warum die schweren Silber-Philharmoniker kaufen, wenn es viel einfacher mit Gold-Philharmonikern ist. Ausnahme: Man geht davon aus, dass Silber besser als Gold performen wird.




(Euro je Feinunze)