Anlagegold
Der Kauf von Gold im Internet ist nicht nur bequem, sondern auch die günstigste Art des Goldkaufs für private Anleger. Wir können Ihnen Anlagegold als einen soliden Weg der Vermögenssicherung empfehlen. Wichtig: Nur Anlagegold eignet sich als Form der Geldanlage, denn Sammlermünzen sind nicht von der Mehrwertsteuer befreit und damit für Anlagezwecke uninteressant.

Archiv für die Kategorie „Politik“

PostHeaderIcon Deutsche Goldbestände bald wieder mehrheitlich in Deutschland

Wir hatten schon vor geraumer Zeit darüber berichtet – Deutsche Goldbarren kehren heim, aber jetzt ist es endgültig, und der Rücktransport der deutschen Goldbestände hat bereits begonnen.

Infografik Deutsche Goldbestände

In unserer Infografik “Deutsche Goldbestände” stellen wir Zahlen zu den Lagerstätten zusammen, an denen deutsche Goldreserven aktuell gelagert werden und erklären, wie die Planung für die nächsten Jahre aussieht.

Goldreserven Deutschland

Goldreserven Deutschland

Bisher lagert der Großteil des deutschen Goldes in New York. Wenn die Rückholpläne der Bundesbank bis 2020 abgeschlossen sind, wird die Hälfte der Gesamtmenge in Frankfurt lagern. Paris fällt als Lagerort komplett weg, die Vorräte in London, das ein wichtiger Umschlagplatz für Gold ist, bleiben in etwa konstant.

Warum wird das Gold nach Deutschland geholt?

Der Rücktransport war auch durch öffentlichen Druck ausgelöst worden, dem sich einzelne Politiker anschlossen. Kritiker hatten bemängelt, dass Deutschland im Fall einer Krise möglicherweise keinen Zugriff auf seine Reserven haben könnte. Dieses Argument kann man immer noch vorbringen, auch wenn die Gold-Auslandsbestände nun deutlich reduziert werden.

Die Bundesbank hält dem entgegen, dass Gold dort sein muss, wo es auch gehandelt wird, wo also eine ausreichende Nachfrage gesichert ist – so können kurzfristig ausländische Devisen (z.B. US-Dollar, Britisches Pfund) akquiriert werden. Wenn Sie sich etwas näher mit dem Handel von Gold und Devisen an den großen Handelsplätze beschäftigen möchten, empfehlen wir diese Webseite hier, um das Traden zu lernen.

Ein weiterer Kritikpunkt war, dass möglicherweise weniger physisches Gold in den Tresoren in Londons, New Yorks und Paris‘ lagern als dort sein sollte. „Verschwörungstheoretiker“ können ihrer These im Prinzip weiter nachgehen, denn das zurückgelieferte Gold wurde bereits umgeschmolzen, es lässt sich somit nicht mehr nachvollziehen, ob es sich tatsächlich um diejenigen Goldbarren handelt, die einst aus Deutschland abgezogen wurden.

PostHeaderIcon Gold kaufen – jetzt erst recht?

Der Goldpreis bewegt sich seit einem guten Jahr auf der Stelle: Er schwankt zwischen 950,- und 980,- Euro je Feinunze, ohne die symbolträchtige 1000er-Marke zu durchbrechen. Jetzt stellt sich die Frage: Woran liegt das, und solle man unter diesen Umständen noch Gold kaufen – oder spricht bei der erkennbaren Seitwärtsbewegung mehr dafür, mit Transaktionen zu warten?

Die wirtschaftliche Gesamtsituation

Die Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung im Euroraum, und auch für Deutschland, werden seit Monaten kontinuierlich schlechter. Oder genauer gesagt: Die Prognosen werden reduziert. Nicht in riesigen Schritten, aber step-by-step. Und so sind wir bald bei einem Nullwachstum angelangt. Relativ neu ist hier, dass auch die Wachstumslokomotive Deutschland stottert. Warum? Ein Faktor sind die latenten Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten. Hinzu kommt noch der Ebola-Ausbruch in Afrika, dessen volkswirtschaftlichen Implikationen noch überhaupt nicht absehbar sind.

Die Auswirkungen auf Deutschland sind unter anderem folgende: Die Ukraine, die seit einem Jahrzehnt ein beliebter Outsourcingstandort war und auch deutsche Investitionsgüter in größerem Umfang abgenommen hatte, wird mittelfristig ein unsicherer Standort bzw. Markt bleiben. Noch bedeutender ist das Embargo des Westens gegen Russland: Auch wenn ein Gasstop eher unwahrscheinlich scheint, so wird hier ein riesiger Markt an Wettbewerber aus Ostasien „verschenkt“. Gerade Deutschland hatte hier ein sehr gutes Standing. Diese Zeiten sind wohl jetzt für lange Zeit vorbei – schlecht für die exportorientierte deutsche Wirtschaft. Für die USA, die die Sanktionen voran treiben, sind keine nennenswerten wirtschaftlichen Nachteile zu erwarten: Weder beziehen sie Rohstoffe (Energie) aus Russland, noch exportieren sie nennenswert in Putins Reich.

Goldbarren (Foto:Bundesbank)

Goldbarren (Foto:Bundesbank)

Die Energiepreise, ablesbar an der Tanksäule, sind aktuell sehr niedrig. Hier spielen viele Faktoren eine Rolle, die USA sind immer weniger auf Importe angewiesen und fallen somit als traditionell größter Ölimporteur aus. Eigentlich sollte man denken, dass die Situation im Irak und Syrien die Ölpreise in die Höhe treibt, doch angesichts des großen Angebots fallen die hier entstehenden Förderausfälle kaum ins Gewicht. Was aber nicht immer so bleiben muss, insbesondere dann, wenn die OPEC eine Reduzierung der Fördermengen beschließt – und damit ist mittelfristig zu rechnen. Auch könnte sich der IS-Terror auf die Erdölindustrie in Golfstaaten ausweiten. Ein paar gezielte Anschläge könnten zu massiven Preissteigerungen führen. Die Fluchtbewegungen im Nordirak und in Syrien belasten die Türkei, aber auch die EU. Instabilität ist Gift für die wirtschaftliche Entwicklung!

Last, not least Ebola: Die Seuche hat das Potential einer Atombombe. Sie kann ganze Volkswirtschaften „zerlegen“ und eine Flucht von Millionen von Westafrikanern auslösen. Bisher ist die Bevölkerung noch erstaunlich ruhig geblieben. Sollten die internationalen Hilfsaktionen nicht erfolgreich sein, könne eine Lawine von Flüchtlingen los ziehen und ihr Heil in Europa suchen.

Und was hat das mit Gold zu tun?

In unserem Blog betrachten wir wirtschaftliche Entwicklungen ja bekanntermaßen durch die „Gold“-Brille. Krisenzeiten sind Goldzeiten – so einfach könnte man es ausdrücken. Im nächsten Blogpost möchten wir auf die Implikationen für den Goldpreis eingehen, die durch die beschriebene wirtschaftliche Gesamtsituation gegeben sind.

PostHeaderIcon Wiwo mit Titelstory über Währungskrieg

Die Wirtschaftswoche ziert das Cover ihrer heutigen Ausgabe mit den Worten „Währungskrieg – Die schleichende Gefahr für unser Geld“ – in großen Buchstaben, damit es auch ja keiner übersehen kann. In der Titelstory des Düsseldorfer Magazins ist zu lesen, dass gerade ein „Perfekter Sturm“ aufziehe – zahlreiche Indizien deuten auf einen fatalen „Wettlauf um die billigste Währung“ hin.

Aktuell scheint insbesondere die Politik der japanischen Zentralbank für Unruhe an den Kapitalmärkten zu sorgen. Japan versucht, die Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Volkswirtschaft durch eine bewusste Schwächung des Yen zu fördern. Die Vereinigten Staaten und Großbritannien haben in der Vergangenheit bereits ähnliches unternommen. Jetzt scheint die Entwicklung Fahrt aufzunehmen – und zwar global!

Wenn selbst Deutsche Bank-Ökonom Mayer Gefahr sieht…

Ein solcher Wettlauf jedoch wird unweigerlich in Protektionismus, Vermögenspreisblasen und Inflation führen. „Aus der Finanzkrise“, wird der ökonomische Chefberater der Deutschen Bank, Thomas Mayer, zitiert, „droht eine Krise des globalen Geldsystems zu werden.“

Roland Tichy, der Chefredakteur der Wirtschaftswoche, malt in seinem Kommentar „Tichys Totale“ ein düsteres Bild:

Europa wird doppelt getroffen: einerseits von Handelsbeschränkungen, die seine Exporte blockieren, andererseits weil noch mehr Fluchtgeld in das immer noch offene Europa fließt.

Und Tichy zeigt sich in seinem Kommentar, der auch auf seinem Blog Chefsache nachgesesen werden kann, nicht gerade als einen Optimisten:

Währungskriege töten nicht – aber sie machen arm. Nur weltweite monetäre Abrüstung, die die Notenpressen stoppt, könnte das verhindern. Aber warum sollten Staaten, die sich so verschuldet haben, jetzt plötzlich solide werden?

Wiwo Cover Währungskrieg

Die Wirtschaftswoche sieht Gefahr für unser Geld aufziehen: Cover „Währungskrieg“

Deutsche Bank-Volkswirt Mayer erwartet ein Ende mich Schrecken, denn „wenn im Zuge einer Konjunkturerholung die Inflationserwartungen anziehen, wird die Geldschwemme auch die Verbraucherpreise in die Höhe treiben“ – das Vertrauen der Menschen in das Papiergeld würde damit weiter schwinden.

Der sehr lesenswerte Beitrag, der seine Thesen alleine schon durch die faktische Autorität diverser Graphen, die Geldmengenentwicklung und relative Wechselkurse der wichtigsten Weltwährungen untermalt, ist sehr zu empfehlen. Leider ist er nur in der Printausgabe nachlesbar, daher können wir hier keinen Link einbauen…

Der Artikel endet dann auch in einer indirekten Empfehlung des Goldkaufes: Für Anhänger des Edelmetalls dürfe das (d.h. die oben dargestellte Warnung Mayers) eine gute Nachricht sein. Denn ein besseres Geldsystem müsste auf den realen Werten wie Gold basieren statt auf fragwürdigen Zahlungsversprechen schuldenbesoffener Regierungen.“

…wird es Zeit, die Goldbestände aufzufüllen

Wir meinen: Dem ist nichts hinzuzufügen! Anleger flüchten in Sachwerte (derzeit vor allem Immobilien und Aktien, aber auch Gold), und Gold bietet sich hier besonders an: im Falle einer neuen Währungsordnung wird es das Fundament der neuen Währungen bilden. Damit ist ein starker Goldpreisanstieg garantiert.

PostHeaderIcon Gold kaufen – jetzt erst recht!

Als regelmäßiger Leser von Gold-Kaufen.biz erwarten Sie sicherlich nicht, dass wir hier grundsätzlich vom Goldkauf abraten. Denn es sprechen so viele gute Argumente dafür, sich zumindest mit einem Teil des privaten Vermögens über den Kauf des seit der Antike beliebten Edelmetalls für den Fall der Fälle abzusichern und das persönliche Risiko eines Vermögensverlustes auf verschiedene“ Töpfe“ (Aktien, Festgeld, Immobilien, aber eben auch Gold!) aufzuteilen.

Unsere Goldcharts zeigen stabil nach oben

Goldpreis-Chart

So sieht der Goldpreis-Chart aus…

Sicherlich sind Ihnen bereits unsere Gold-Charts im rechten unteren Außenbereich unserer Homepage aufgefallen. Diese Charts beziehen ihre Werte direkt vom Londoner Fixing, tagesaktuell können Sie sich hier über die Entwicklung des Goldpreises informieren. Und wohin zeigen die Charts im Moment? Nach oben, und das bereits seit Mai 2012 – wir erleben gerade eine Gold-Ralley, die sich gewaschen hat. Seitdem hat der Goldpreis in Euro einen Sprung von ca. € 125,- hingelegt, prozentual bedeutet das einen Zuwachs von etwa 12 Prozent. Krisenzeiten sind Goldzeiten – diese Jahrtausende alte Weisheit kann man gar nicht oft genug wiederholen.

Das nicht enden wollende Wirrwarr um Griechenland kann, ja muss man wohl als eine Krise bezeichnen. Ironischerweise stammt das Wort Krise übrigens aus Griechenland, aber das ist Ihnen ja sicherlich bewusst. Gerade wurde der kurzfristige finanzielle Mehrbedarf der Griechen auf 30 Milliarden Euro verdoppelt. Die Griechen werden nicht, wie beabsichtigt, in 2015 einen Haushalt ohne Hilfen finanzieren und sich ab 2020 sogar wieder komplett an den Finanzmärkten refinanzieren zu können.

Vor ein paar Wochen entschied sich die EZB zum unbegrenzten Kauf von Staatsanleihen – Bundesbankpräsident Weidmann stimmt als einziger im Führungsgremium der Zentralbank dagegen, ein mehr symbolischer Widerstand ohne Auswirkungen.

Flucht ins Gold und andere materielle Werte

Kein Wunder also, dass gerade deutsche Anleger in den Goldkauf flüchten. Aber auch andere „materielle“ Werte wie Aktien und Immobilien erleben derzeit einen Boom: Notierte der Aktienindex DAX am 5. Juni noch bei unter 5970, konnte er innerhalb von weniger als zwei Monaten auf nunmehr 7400 Punkte zulegen – also um ein knappes Viertel! Und welche Nachrichten verfolgen uns seit Ende Mai/ Anfang Juni? Richtig, die Griechenlandkrise, und da kein Ende in Sicht ist und die Lage alles andere als abgekühlt ist, wird auch der Goldpreis weiter zulegen. Jetzt sollte man erst recht Gold kaufen und auf den anfahrenden Zug aufspringen. Es spricht in der gegenwärtigen Situation wirklich gar nichts dafür, dass der Preis für Gold in den nächsten Monaten sinken wird!

 

PostHeaderIcon Finnland bereitet sich auf Euro-Ende vor

Finnland ist an sich ein grundsolides Mitglied der Euro-Zone.Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, ist man dort offensichtlich sehr skeptisch gegenüber der Gemeinschaftswährung eingestellt.

Sehr deutlich wurde das durch die jüngsten Äußerungen des finnischen Außenministers Erkki Tuomioja. In einem Interview mit dem britischenem „Daily Telegraph“ drängt der Politiker die anderen Staaten der Eurozone, sich auf ein Scheitern der gemeinsamen Währung vorzubereiten. „Wir müssen uns der Möglichkeit eines Auseinanderbrechens des Euroraums offen stellen“, zitiert Tagesschau.de aus dem Gespräch, welches seit gestern die Schlagzeilen beherrscht. Das sei keineswegs ein Weg, „den jeder in Finnland befürworte, geschweige denn die Regierung. Aber wir müssen vorbereitet sein“, mahnte Tuomioja. Finnland habe bereits einen Handlungsplan für jede Eventualität erarbeitet.

Ende des Euros verliert immer mehr an Schrecken

Anders als Bundeskanzlerin Merkel sieht der Finne in einem Auseinanderbrechen des Euro-Raumes jedoch kein automatisches Ende der Europäischen Union. Er argumentiert vielmehr in die entgegengesetzte Richtung: „Nach einem Auseinanderbrechen der Eurozone würde die EU besser funktionieren“, so Tuomioja. Allerdings warnte der Außenminister des kleinen nordeuropäischen Landes zugleich vor den finanziellen Belastungen, die ein Zerfall der Eurozone zur Folge hätte. „Es gibt einen Konsens, dass ein Auseinanderbrechen kurz- und mittelfristig mehr kosten dürfte als das derzeitige Krisenmanagement.“

Die Flagge Finnlands

Die Flagge Finnlands – bitte nicht mit der griechischen verwechseln, die auch in blau-weiß gehalten ist.

Der finnische Europaminister stellte jedoch klar, dass diese Euro-skeptische Position nicht vom gesamten finnischen Kabinett geteilt werde.

Wir meinen: Immer mehr hochrangige Politiker wenden sich vom bisherigen Kurs der Nibelungentreue gegenüber Griechenland und anderen schwächelnden Staaten in der Euro-Zone ab. Ein Ende des Euros oder zumindest ein Schrumpfen der Euro-Zone wird zu Turbulenzen an den Finanzmärkten führen. Gold ist der stabile Anker in jeder Währungskrise. Kaufen Sie jetzt Gold und sichern Sie Ihr privates Vermögen!

PostHeaderIcon Bundesrechnungshof will Goldbestände prüfen

Deutschland kann auf eine lange Tradition in der staatlichen Rechnungsprüfung zurückblicken. Bereits im Jahr Im Jahre 1714 installierte der preußische König Friedrich Wilhelm I. eine „General-Rechen-Kammer“ (später Preußische Oberrechnungskammer). Ziel war es, als eigenständiges, von der Verwaltung unabhängiges kollegiales Prüfungsorgan zu wirken und die Einnahmen und Ausgaben des Fiskus zumindest stichprobenartig zu überprüfen. An dieser Zielsetzung hat sich bis heute nichts geändert, im Jahr 2012 zeichnet sich der Bundesrechnungshof für diese Aufgabe verantwortlich, der seinen Sitz in der Bundesstadt Bonn hat.

Auf der Websites des Bundesrechnungshofs ist die Aufgabenstellung folgendermaßen definiert:

Der BRH prüft die Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes. Gegenstand seiner Prüfungen sind die jährlichen Einnahmen und Ausgaben des Bundes von über 540 Milliarden Euro. Ebenfalls geprüft werden die Sozialversicherungsträger und das Handeln des Bundes bei privatrechtlichen Unternehmen, an denen er beteiligt ist. Insgesamt sind dies vielfältige Aufgaben in unterschiedlichen Bereichen, z.B. Verteidigung, Straßenbau, Steuern oder die Betätigung des Bundes z.B. bei der Deutschen Bahn AG, der Post AG und der Telekom AG.

Was hat das alles mit Gold zu tun? Aktuell geriet der Bundesrechnungshof mit einer Forderung in die Schlagzeilen, die nicht ganz neu ist: Das Kontrollgremium möchte die von der deutschen Bundesbank verwalteten Goldbestände komplett inventarisieren und stichprobenartige Kontrollen durchführen. Die Bundesbank hat diesen Wunsch erst einmal zurückgewiesen, da eine solche Kontrolle von Notenbanken „unüblich“ sei.

Die deutschen Goldreserven belaufen sich auf 3400 Tonnen (verglichen mit einem US-Goldschatz in der Größenordnung von 8311 Tonnen). Nach Bundesbankangaben lagert der Großteil in New York, bei der US-Zentralbank Federal Reserve. Zudem seien deutsche Goldbestände bei den Notenbanken Großbritanniens und Frankreichs eingelagert.

Goldbarren (Foto:Bundesbank)

Diese Praxis des Auslagern der staatlichen Goldbestände stößt nicht erst seit heute auf Widerstand. Nicht nur die Krisenzeiten möglicherweise fehlende Verfügungsgewalt über die physischen Goldbestände, auch deren nicht nachprüfbarer Umfang rufen Skeptiker auf den Plan. Und hierbei handelt es sich nur um die üblichen Verdächtigen, auch Wissenschaftler wie der Münsteraner Professor Jörg Baetge, der vor zwei Jahren für den CSU-Politiker Peter Gauweiler (der immer wieder mit Meinungen und Mahnungen auffällt, die gegen den „Mainstream“ laufen) ein Gutachten zur Praxis der Bundesbank erstellte, sehen hier Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung verletzt.

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat sich jetzt dieses Themas angenommen und einen Bericht der Bundesbank angefordert, berichtet das Handelsblatt.

PostHeaderIcon Spanische Banken in der Krise

Laut einem Bericht auf Welt-Online steckt der spanische Bankensektor in einer ernsthaften Krise. Der Anteil der Kredite, die nicht mehr bedient werden können liegt aktuell bei 8,16 Prozent (bezogen auf das gesamte Kreditvolumen). Damit ist der höchste Wert seit 1994 erreicht, im Jahr 2007, also vor dem Beginn der Krise, betrug der Wert weniger als ein Prozent. Verglichen mit dem Vorjahr hat sich der Ausfall von Krediten in Spanien mehr als verdoppelt.

Was bedeutet das für den Goldpreis? Schlechte Nachrichten aus der Finanzwelt sind erfahrungsgemäß „Gold wert“ für den Goldinvestor – denn die Reservewährung Nummer eins ist und bleibt das Gold. Allen internationalen Anstrengungen zum Trotz zeigen die Hilfsmaßnahmen für die in Not geratenen Euro-Staaten (Griechenland, Portugal, Spanien, Italien – Irland scheint sich aus eigener Kraft helfen zu können) nicht nachhaltig zu wirken. Immer neue Hilfszahlungen werden das Vertrauen in den Euro schrittweise untergraben. Zumal die europäische Zentralbank (EZB) immer stärker als Geldverleiher auftritt – der Bankensektor in Spanien könnte sich laut dem zitierten Welt-Artikel ohne EZB-Mittel kaum noch refinanzieren.

Da in manchen Staaten das Hauptproblem nicht in den Finanzproblemen der Staatshaushalte, sondern im Refinanzierungsproblem der Banken gesehen werden, gibt es bereits Forderungen, die EFSF- und ESM-Mittel für solche Länder mit einem labilen Bankensystem zu lockern und direkt den Banken zukommen zu lassen. Die gemeinsam gefundenen Regeln sehen eigentlich vor, dass eine Unterstützung von Banken nur über den jeweiligen Staat erfolgen kann. „Eine Diskussion, die Verträge zu ändern, gibt es nicht“, wird ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums zitiert.

Doch kann man auf solche Aussagen vertrauen? Wie weit werden die Rettungsschirme noch ausgeweitet? Und ist überhaupt ein Ende in Sicht? Der Kauf von Gold ist die beste Absicherung des eigenen Vermögens im Falle einer galoppierenden Inflation oder gar Hyperinflation. Eine solche könnte eintreten, wenn das Vertrauen in den Euro nachhaltig gestört wird, was angesichts der kritikwürdigen EZB-Kreditvergabe nicht mehr ausgeschlossen werden kann. Unser Tipp: Kaufen Sie Gold und sichern Sie sich jetzt ab!

PostHeaderIcon Hans-Werner Sinn greift EZB-Kreditvergabe an Krisenländer an

Ein Skandal, über den nicht gesprochen wir: Bundesbank verleiht über 450 Milliarden Euro an Euro-Zentralbanken

Der weltweit anerkannte und über die Medien gut bekannte Münchner Wirtschaftswissenschaftler Hans-Werner Sinn hat in einem ifo-Standpunkt mit dem Titel „Ausverkauf mit der Druckerpresse“, der bereits am 8. November in auch im Handelsblatt erschienen, erneut klar Stellung bezogen. Sinn gilt als einer der profiliertesten Kritiker der gegenwärtigen EZB-Politik.

Professor Hans-Werner Sinn vom renommierten ifo-Institut

Professor Hans-Werner Sinn vom renommierten ifo-Institut

Der Präsident des Münchner ifo-Instituts zieht eine Paralle zum Ende des auf Gold basiertem Währungssystems von Bretton-Woods Anfang der 1970er Jahre. Seinerzeit machten die Vereinigten Staaten von Amerika exzessiven Gebrauch von der Währungspresse, um so nicht zuletzt den Vietnamkrieg finanzieren zu können – und u.a. das zu Lasten der D-Mark. Die Franzosen sahen sich aufgrund dieser Praxis gar veranlasst, ihre Dollar gegen die in den USA gelagerten Goldbestände einzutauschen und mit Kriegsschiffen abtransportieren zu lassen.

Dieser ifo-Standpunkt ist für Laien möglicherweise nicht sofort verständlich, insbesondere wenn der Begriff Target (Trans-European Automated Real-time Gross Settlement Express Transfer System) nicht bekannt ist. Dieser wird hier in der Wikipedia gut erklärt.

Wundern Sie sich, dass derzeit ausgerechnet Investoren aus Krisenländern wie Spanien und Griechenland in Deutschland auf Einkaufstour gehen? Dann sollten Sie sich diesen Beitrag nicht entgehen lassen – wir möchten Ihnen die Gedanken Sinns nicht vorenthalten, deshalb hier das unveränderte Original:

ifo Standpunkt Nr. 130: Ausverkauf mit der Druckerpresse

In ihrem Monatsbericht vom Oktober hat die Europäische Zentralbank (EZB) erstmals zum ökonomischen Kern der Target-Problematik Stellung genommen. Dabei bestätigt sie den Sachverhalt, den das Ifo-Institut im Juni in einem Working Paper dargelegt hat. Da die EZB über kein eigenes Rechnungssystem verfügt, folgt sie dem Ifo-Institut bei seinem Weg, die Salden aus den Statistiken des Internationalen Währungsfonds (IWF) herauszurechnen, und kommt zu denselben Zahlenwerten.

Die Öffentlichkeit und manche Journalisten verstehen noch nicht, dass es sich hier um eine gewaltige Kreditvergabe der Bundesrepublik Deutschland an die Krisenländer handelt. So behauptete Olaf Storbeck in dieser Zeitung, die EZB widerspreche der Aussage, dass die EZB von der Bundesbank Kredit bezogen habe. Das tut sie nicht und kann sie auch gar nicht, denn schließlich wird die Target-Forderung, die in der Bilanz der Bundesbank steht, offiziell als Kapitalexport (und damit als Kreditvergabe!) durch das EZB-System bezeichnet.

Target-Salden sind Kredite im EZB-System, die aus der grenzüberschreitenden Verlagerung der Geldschöpfung in einer Währungsunion entstehen. Konkret: Während die Notenbanken der Krisenländer Griechenland, Irland, Portugal und Spanien (GIPS) sowie neuerdings auch Italien weit über den Bedarf ihrer Länder hinaus Geld drucken und an ihre Bürger verleihen, die damit Güter oder Vermögensobjekte im Rest des Euro-Systems erwerben, zieht die Bundesbank ihren Refinanzierungskredit und das von ihr geschöpfte Geld wieder ein. Refinanzierungskredit wird von Deutschland in die GIIPS-Länder (Griechenland, Italien, Irland, Portugal, Spanien) verlagert.

Man hat denselben Vorgang bereits im Bretton-Woods-System, dem bis 1971 geltenden Festkurssystem zwischen den USA und Europa, beobachtet. Die USA bezahlten die Waren und Firmenbeteiligungen, die sie in Europa erwarben, weil hier alles so billig war, mit neu gedruckten Dollar, die die US-Notenbank (Fed) den Banken lieh. Die Dollar wurden von der Bundesbank in D-Mark umgetauscht, und die so geschaffenen „Dollar-D-Mark“ verdrängten die durch Bundesbank-Kredit geschaffenen D-Mark-Bestände eins zu eins. Refinanzierungskredit wurde damals von der Bundesbank zur Fed hin verlagert. Es fand ein Kapitalexport durch das Zentralbankensystem von Deutschland in die USA statt. Man sagte damals, die Bundesbank toleriere den Vorgang, um so den Vietnamkrieg mitzufinanzieren.

So wie damals die „Dollar-D-Mark“ die „Kredit-D-Mark“ in Deutschland verdrängten, verdrängen seit dem Herbst 2007 die „GIPS-Euro“ die „Kredit-Euro“ in Deutschland eins zu eins. Mittlerweile ist die Bundesbank durch die Kreditverlagerung in die Krisenländer von einem Netto-Gläubiger zu einem Netto-Schuldner des deutschen Bankensystems geworden. Das ist ein unglaublicher Vorgang. Im Süden laufen die Druckerpressen heiß, und die Bundesbank hat ihre Pressen gegen Schreddermaschinen eingetauscht.

Im Bretton-Woods-System konnte die Bundesbank einen Teil der Dollar, die bei ihr angeschwemmt wurden, noch in amerikanische Staatspapiere umtauschen. Die Franzosen schickten gar Kriegsschiffe nach Amerika, um ihre Dollar gegen Gold einzulösen. Daran zerbrach das Bretton-Woods-System bekanntlich.

Heute erhält die Bundesbank als Gegenleistung für ihre Kreditvergabe bloße Forderungen gegen das EZB-System, die nur minimal verzinst sind (derzeit 1,25 Prozent) und von denen man nicht weiß, ob sie sich bei einem Auseinanderbrechen der Euro-Zone jemals werden eintreiben lassen. Mittlerweile sind 450 Milliarden Euro an Target-Forderungen bei ihr aufgelaufen, davon allein 106 Milliarden Euro im August und September. Das ist der größte Posten in der Bundesbankbilanz, ein erheblicher Anteil des Auslandsvermögens der Bundesrepublik Deutschland und doppelt so viel Rettungsgeld, wie die Bundesrepublik allein über den EFSF bereitstellen soll. Hätte Europa das US-interne Abrechnungssystem für Target-Salden zwischen den Distrikten der Fed, dann könnte die Bundesbank dafür die Übertragung von marktgängigen, gut verzinslichen Wertpapieren im gleichen Umfang verlangen.

Hochtief, Kaufhof, mittelständische Firmen, Aktien und Immobilien wecken und weckten die Begehrlichkeit der Kapitalanleger aus den Krisenländern, die dafür von ihren Zentralbanken mit frischem Geld versorgt wurden. Mittlerweile kaufen sich nicht nur Spanier, Iren und Griechen in Deutschland ein. Vielmehr kommen jetzt auch die Italiener in hellen Scharen und erwerben mit dem frisch in Italien gedruckten Geld alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Das von Deutschen beim Ausverkauf ihrer Wirtschaft eingenommene Geld landet dann wie beschrieben im Schredder der Bundesbank. Der Target-Saldo der Banca d’Italia verschlechterte sich in den vergangenen drei Monaten um 110 Mrd. Euro, von +6 Mrd. Euro im Juni auf -104 Mrd. Euro im September. Allein im August und September zog die Banca d’Italia Target Kredite von 86 Milliarden Euro. Diese Schulden sind das Gegenstück zu den neuen Forderungen der Bundesbank. Wann wacht die Politik endlich auf und beschäftigt sich mit diesem Vorgang?

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