Und noch ein Pleite-Kandidat: Spanien
Auch Spanien Pleite-Kandidat
Die Ratingagentur Standard & Poor´s hat nun auch die Bonität Spaniens herabgestuft. Die neue Note lautet nun AA. Der Ausblick ist weiter „negativ”.
Im Gegensatz zu einem Bail-out von Griechenland, wäre eine Rettung von Spanien nicht mehr zu finanzieren. Möglicherweise sind die Tage des Euro bald gezählt. Es könnte ganz schnell gehen. Das Alternativszenario: Eine weitere Stützung der PIGS durch die „Geber-Länder”, bis auch diese ihre Bonität verspielt haben werden.
In jedem Fall sollten Sie Ihr Vermögen so schnell wie möglich in Sicherheit bringen und Gold kaufen. Gefährlich sind vor allem Festgeldanlagen, hohe Sichteinlagen, Lebensversicherungen, Bausparverträge und Barvermögen. Hier droht ein „haircut”, d.h. der (partielle) Vermögensverlust.
Portugal: der nächste Kandidat für einen Staatsbankrott
Die Ratingagentur S & P hat die Kreditwürdigkeit Portugals um zwei Stufen auf A- herabgestuft. Der Ausblick wurde auf „negativ” gesetzt. Damit zeichnet sich ab, dass es wohl die Portugiesen sein werden, die demnächst an die Türen der „Geber-Länder” klopfen werden, um – nach dem Vorbild Griechenlands – nach Milliarden-Krediten zu fragen.
Griechenland wurde im Übrigen gleich um drei Stufen auf BB+/B heruntergestuft. Für Staatsanleihen mit zweijähriger Laufzeit gab es zeitweise einen Kupon von sagenhaften 18,71 %. Auch für Credit Default Swaps (Kreditausfallversicherungen) verteuerten sich dramatisch.
Aus aktuellem Anlass hier noch einmal unser Fazit vom 13. April: Der Rubikon ist mit dem Hilfspaket (für Griechenland) endgültig überschritten. Nun wird es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis andere Staaten um Hilfe bitten werden. Und man wird es ihnen dann nicht mehr verweigern können. Das ganze Spiel wird wohl so lange gehen, bis die „Geber-Länder” selbst ihre Kreditwürdigkeit verspielt haben. Mit anderen Worten: Erst wenn Deutschland, Österreich, Luxemburg & co. pleite sind, wird das System zusammenbrechen.
Anmerkungen zur Griechenland-Hilfe
Sechs Anmerkungen zur Griechenland-Hilfe:
- Es wäre absurd, wenn Länder wie Portugal oder Spanien der griechischen Regierung Kredite gewähren würden. Denn diese Länder werden selbst die nächsten Kandidaten für Milliarden-Kredite sein.
- Die Kredite werden aller Voraussicht nach nie getilgt werden. Denn wenn die Griechen jetzt schon Probleme haben, die Kredite zu bedienen, wird es mit noch höheren Schulden und einer zu erwartenden Rezession noch schwieriger werden.
- Wahrscheinlich könnte eine Refinanzierung nur über neue Kredite, die dann wohl noch höher wären, erfolgen. Wer soll dann die neuen Kredite gewähren? Kurz: Griechenland ist Fass ohne Boden. Zudem werden die Griechen auf Schuldenerlasse oder eine Hyperinflation spekulieren.
- Wenn Deutschland für Griechenland – und wahrscheinlich demnächst für Spanien und Portugal – bürgen muss, wird auch die Bonität Deutschlands schlechter. Kleinste Änderungen der Kupons für deutsche Staatsanleihen führen aber zu Mehrkosten in Milliardenhöhe.
- Wie schon in früheren Artikeln geschrieben, wird das Spiel schlimmstenfalls so lange gehen, bis Deutschland selbst pleite ist. Bis dahin werden aber Milliardensummen aus Deutschland abfließen. Und es werden dann jene Länder die Gewinner sein, die sich möglichst hoch beim Ausland verschuldet haben und dieses Geld aber nicht mehr zurückzahlen. Die Verlierer sind dann die Gläubiger.
- Fazit: Es ist eine Spirale in Gang gesetzt worden, die nur noch mit einer Hyperinflation, einer Währungsumstellung oder einer Währungsreform enden kann. In jedem Fall sollten Sie Ihr Vermögen mit einer adäquaten Menge an Anlagemünzen und/oder Goldbarren absichern.
Staatspleite: Griechenland beantragt Milliarden
Griechenland kapituliert vor den Märkten. Regierungschef Giorgos Papandreou hat an diesem Freitag die Euro-Partnerländer und den Internationalen Währungsfonds (IWF) offiziell gebeten, sein Land mit Finanzhilfen zu unterstützen. Sein halbherziges Sparprogramm, das in Griechenland auf massiven Protest stieß, konnte die internationalen Finanzmärkte nicht davon überzeugen, dass die Griechen ihre Finanzen wieder in den Griff bekommen würden.
Folgerichtig verschlechterte sich die Lage des Landes immer weiter – es konnte nur zu immer höheren Zinsen Kredite an den Finanzmärkten aufnehmen. Während die deutschen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren seit Dezember 2009 bezüglich der Verzinsung stabil blieben, nahm diese bei griechischen Anleihen seitdem massiv zu – die Zinsdifferenz wuchs. Auch im vergangenen Jahr waren die Zinserträge für griechische Staatsanleihen ca. 1,5 Prozentpunkte über den deutscher Papiere. Doch seit Dezember wuchs dieser “Angstaufschlag” so massiv an, dass die griechischen Staatsanleihen dem risikofreudigen Anleger jetzt über 7 Prozent Rendite einbringen – eventuell, denn es beginnen jetzt Diskussionen, wie man die Geldanleger an dem Hilfspaket für die Griechen “beteiligt”, d.h. die Staatsanleihen abwerten kann.
Deutschland 3 Prozent, Griechenland 7 Prozent (und wachsend): In der guten alten Zeit der Deutschen Mark und der griechischen Drachme hätte die griechische Zentralbank einfach eine Abwertung ihrer unter Druck geratenen Währung iniziiert bzw. die Märkte hätten diese selbst realisiert. Flankiert von internationalen Institutionen hätte man seinerzeit auf diese Weise auch die heimische Wirtschaft wettbewerbsfähiger machen und den Handel positiv beeinflussen können (Abnahme der Importe, Zunahme der Exporte).
Im Euro-Raum ist dies nicht möglich. Das massive Staatsdefizit Griechenlands musste letztlich dazu führen, dass der kleine Staat, den der FDP-Politiker Frank Schäffler in der BILD-Zeitung bereits als “Fass ohne Boden” bezeichnet, alleine von deutscher Seite aus bis Ende 2012 mit 30 Milliarden Euro an Krediten gestützt werden wird. Danach, so Schäffler, kann es noch mehr werden.
SPD-Fraktionschef Steinmeier unterstellt der Bundeskanzlerin, das wahre Ausmaß der Griechenland-Kredite erst nach den anstehenden Wahlen in NRW bekanntgeben zu wollen und dringt auf ein schnelles Handeln.
Die Griechenland-Rettung erreicht damit eine neue Dimension – und könnte zu einem Andauern des Gold-Booms führen, der gerade durch die Schwäche des Euros angefeuert wird. In Griechenland werden unterdessen die Konten geleert – ein nicht unerheblicher Teil des Gelder dürfte aus Angst vor einem Bankencrash in Gold investiert werden. Gold ist die ultimative Absicherung bei einem möglichen Zusammenbruch des Bankensektors. Dieser könnte in Griechenland bald anstehen. Aber auch aus deutscher Sicht sollte man nicht zu sehr in die Stabilität des Euro vertrauen – nach Griechenland könnten weitere, bedeutendere Staaten in Zahlungsprobleme geraten. Und eine Währung ist immer nur so stabil wie die Volkswirtschaften, die dahinter stehen.
Investieren Sie in sicheres Gold – kaufen Sie Gold und machen Sie Ihr privates Vermögen (zumindest einen Teil davon) krisenfest. Möglicherweise erzielen Sie durch den steigenden Goldpreis auch noch einen attraktive Gewinn.
Griechenland-„Rettung“: ein schwarzer Tag für den Steuerzahler
Nun kommt es doch dazu, womit im Grunde genommen jeder aufgeklärte Zeitgenosse rechnen musste: der deutsche – und natürlich der österreichische – Steuerzahler wird Milliarden-Summen für Kredite an Griechenland aufbringen müssen. Kredite, die möglicherweise nie getilgt werden. Noch vor wenigen Wochen hieß es aus dem Bundeskanzleramt:
Niemand hat die Absicht, Griechenland deutsche Steuergelder zu geben.
Die ganze Situation ist ja auch so grotesk, weil die „Geber“-Länder mehrheitlich selbst kein Geld haben und die Kreditsumme an den Kapitalmärkten – durch die Ausgabe von Bonds – beschaffen müssen. Mit anderen Worten: Der (hoch verschuldete) deutsche und österreichische Staat muss Geld für den noch höher verschuldeten griechischen besorgen.
Interessant ist auch, dass in Deutschland anscheinend wieder Geld in schier unbegrenztem Volumen zur Verfügung steht: für Griechenland, versteht sich. Auf der anderen Seite war doch für Steuersenkungen im Inland angeblich kein Geld da ist. Auch ist angeblich kein Geld da für kommunale Schwimmbäder oder für die Instandhaltung von Straßen. Frühverrentungen sind ebenfalls angeblich unbezahlbar. Ja, selbst in manchen Schulen fehlt es an dem Nötigsten.
Die „Rettung“ wäre ja noch nachvollziehbar, wenn der griechische Staat durch externe Risiken, wie Naturkatastrophen, in Schwierigkeit geraten wäre. Dem ist aber nicht so, sondern es ist eine betrügerische Politik im ganz großen Stil betrieben worden. Ansonsten wären die Griechen ja gar nicht in die Euro-Zone aufgenommen worden.
Hinzu kommt eine ebenso generöse wie unverantwortliche Sozialpolitik: In Griechenland beträgt das Rentenniveau unglaubliche 96 % der Brutto-Einkommen, und es haben in der Vergangenheit 35 Jahre Erwerbstätigkeit für das Recht auf die maximale Rente ausgereicht. Die Steuerquote ist extrem niedrig, und der Beamtapparat ist dramatisch aufgebläht. 14 Monatsgehälter sind die Regel, mitunter sind es auch 16.
Dies alles wird jetzt noch belohnt, und den Griechen wird noch nicht einmal zugemutet um Hilfen zu bitten. Nein, die griechische Regierung hat mehrmals betont, man wolle definitiv nicht um Hilfen bitten, sondern schaffe es aus eigener Kraft.
Fazit: Der Rubikon ist mit dem Hilfspaket endgültig überschritten. Nun wird es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis andere Staaten um Hilfe bitten werden. Und man wird es ihnen dann nicht mehr verweigern können. Das ganze Spiel wird wohl so lange gehen, bis die „Geber-Länder“ selbst ihre Kreditwürdigkeit verspielt haben. Mit anderen Worten: Erst wenn Deutschland, Österreich, Luxemburg & co. pleite sind, wird das System zusammenbrechen.
In der Zwischenzeit wird aber die Umverteilung von Vermögen weitergehen: zu Lasten der Steuerzahler der „Geber“-Länder.
Der Auspressung durch steigende Abgaben wird sich der Steuerzahler nur bedingt entziehen können. Er kann aber zumindest versuchen, sein Vermögen in Sicherheit vor Inflation und Währungsreform zu bringen. Gold bleibt hier das Mittel der ersten Wahl.
Gold-Boom dank Griechenland-Krise
Alle Welt – zumindest aber ganz Europa – redet von der Griechenland-Krise. Wann kollabiert der Bankensektor des kleinen Balkanstaates? Wie lange kann der griechische Staat seine Schulden noch bedienen? Der Euro ist durch die Griechenland-Krise schon vor längerer Zeit unter Druck geraten.
Heute titelt SPIEGEL ONLINE in großen Lettern: Angst vor der Pleite -Griechen-Krise treibt Goldpreis in die Höhe. In Euro berechnet kostet Gold mit 863 Euro je Feinunze Gold (31,3 Gramm) am heutigen Freitag so viel wie noch nie – Rekord! Da in US-amerikanischer Währung gehandelt wird (weshalb man einige Dinge beachten sollte – dazu ein Hinweis auf den Artikel Gold wird in Dollar gehandelt), hier noch der entsprechende Dollarbetrag: 1156,85 Dollar – etwas niedriger als im Januar 2010, als die Feinunze Gold noch 5 Dollar teurer war. Doch der Wertverlust des Euro erklärt den Gold-Höchstpreis in der Gemeinschaftswährung.
Die Entwicklung ist eine ganz natürliche – man flüchtet in Zeiten der Krise in krisensichere Rochstoffe. So berichtet SPIEGEL ONLINE, dass die Goldfonds geradezu explodieren
“Gier und Angst treiben den Goldpreis” – so beschreiben Experten der Commerzbank die Lage an den Rohstoffmärkten. Die großen börsennotierten Goldfonds verzeichnen demnach immer stärkere Geldzuflüsse und kaufen damit das Edelmetall. Der Branchenprimus SPDR Gold Trust habe alleine gestern einen Zuwachs von fast zehn Tonnen gemeldet..
Sollte man jetzt noch einsteigen und Gold kaufen? Oder ist der Goldpreis bereits zu hoch? Natürlich wäre es besser gewesen, schon vor einem Jahr ins Gold zu flüchten, aber bei allen Formen der Geldanlage gilt: Nicht der Ist-Preis ist ausschlaggebend, sondern die Differenz zwischen dem (persönlichen) Einkaufspreis und dem späteren Verkaufspreis. Wer kann schon prognostizieren, wie lange der Goldpreis noch ansteigen wird?
Als informierter Bürger sollte man auch bei einem mäßigen Zeitungskonsum erkennen, dass die Griechenland-Krise noch überhaupt nicht vorbei ist und der Wirtschaftsaufschwung auf sich warten lässt – trotz vereinzelter positiver Nachrichten. Der Euro wackelt stärker als je zuvor – schützen Sie sich vor der Hyperinflation durch physisches Gold.
Immobilien als Gold-Alternative?
Private Anleger sind derzeit auf der Suche nach krisenfesten Investitionsmöglichkeiten. Wie der Finanzanalytiker Volker Looman vorgestern in der F.A.Z (Onlineausgabe) schrieb, scheint die gute alte Immobilie diesbezüglich wieder beliebter zu werden. Er beruft sich auf das renommierte Institut für Demoskopie in Allensbach, das vor wenigen Wochen bestätigt habe, dass Eigenheime zur Zeit die liebste Anlage der Deutschen seien.
Ist der Kauf von Immobilien derzeit eine sinnvolle Anlagestrategie? Können Immobilien gar als Alternative für den auf diesem Blog immer wieder unterstützten Goldkauf betrachtet werden? Die Argumente für den Kauf von Gold sollten den Lesern bekannt sein, dazu später noch kürzere Anmerkungen.
Wenden wir uns zuerst den Argumenten der Immobilienkäufer zu. “Liegenschaften bleiben bestehen, und Schulden verschwinden.”, skizziert Looman die Hoffnung vieler Anleger, die sich den lange gehegten Traum von einer Immobilie erfüllen – und weist direkt darauf hin, dass Geldanlage, insbesondere der Häuslebau bzw. -kauf oft weniger rational, sondern aus dem Bauch heraus entschieden wird.
Um es kurz zu machen: Loomann stellt eine fiktive Familie vor, die vor der Wahl steht, ein Haus über eine Kreditfinanzierung oder durch die Auflösung eigener Vermögenswerte, die in ausreichender Form zur Verfügung stehen (Aktien, offener Immobilienfonds, Bundesschatzbriefe, Bargeld – aber kein Gold!), zu finanzieren. Hier stellt sich also die Frage, ob man eher einen Kredit aufnehmen soll, in der Hoffnung auf eine die Schulden reduzierende Geldentwertung in Verbindung mit ordentlichen Renditen der Aktien und Wertpapiere, oder ob man sich “defensiv” positioniert.
Der Autor errechnet nun, welchen Wert das gesamte Vermögen nach 20 Jahren haben könnte – und gelangt zum Ergebnis, dass beide Varianten (bei seinen unterstellten Werten wie Inflation etc.) in etwa auf das gleiche Resultat kommen. Gold spielt in den vorgestellten Anlagestrategien übrigens gar keine Rolle – dazu später.
Den Schlußworten kann man wohl entnehmen, dass der Autor die “tatkräftige Unterstützung” der Anleger in ihren Träumen durch Banken und Vermittlern kritisiert. Eine Meinung, die wir auch teilen!
Geld billig aufnehmen, und Kapital teuer anlegen. Das hat noch nie funktioniert, doch der Glaube, dass es doch einmal klappen könnte, ist offenbar nicht auszurotten.
Die letzte Krise, die auf diesem Trugschluss aufgebaut hat, ist gerade mal zwei Jahre alt, doch die alten Zinsdifferenzgeschäfte blühen weiter wie in alter Zeit. Folglich ist es auch nur eine Frage der Zeit, wann die nächste Krise kommen wird.
Und jetzt zu unserer Fragestellung, ob Immobilien als Gold-Alternative taugen. Die beschriebene Rechnung geht von einer Wertsteigerung der Immobilie aus. Kann man davon überhaupt regelmäßig ausgehen? Selbst bei hohen Investitionen, die der Hauseigentümer zwangsläufig regelmäßig zu tätigen hat (denken Sie nur an so große Posten wie ein neues Dach!), ist diese These zweifelhaft. Zudem hängt vieles vom Zeitpunkt ab, in dem das Haus dann wieder verkauft werde soll. Meist geschehen Hausverkäufe aus Zwangssituationen, etwa einer Ehescheidung, einem beruflich erforderlichen Umzug, Tod, Pflegebedürftigkeit, etc.. In solchen Situationen werden nie die bestmöglichen Preise erzielt. Da das Immobilienangebot immer weiter zunimmt, die Bevölkerung aber bestenfalls stagniert und in den nächsten Jahren deutlich abnehmen wird, sprechen gute Argumente gegen den Immobilienerwerb.
Aus kaufmännischer Sicht macht nur der Erwerb einer Immobilie Sinn, die zukunftssicher im weiteren Sinne ist. Sie sollte sich in in einer Region befinden, von der man eine positive wirtschaftliche Entwicklung erwarten darf (Lieblingsbeispiel ist München). Dann sollte sie die Möglichkeit bieten, auch von älteren Menschen, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, bewohnt zu werden, um so dem geänderten Bevölkerungsaufbau Rechnung zu tragen. Ein guter Anschluss an den öffentlichen Personennahverkehr ist ebenfalls wichtig, genauso wie eine funktionierende Infrastruktur. Und bedenken Sie: Je kleiner die Wohnung bzw. das Haus ist und je weniger luxuriöse “Sonderwünsche” eingeflossen sind, um so eher kann man einen zufriedenstellenden Verkaufspreis erzielen.
Wenn Sie diese Punkte berücksichtigen, ist ein Immobilienerwerb durchaus eine Option – zumindest besser, als auf eine Stabilität der Euro-Währung zu setzen. Auch Aktien könnten bei einem Crash in Mitleidenschaft gezogen werden, wenngleich es sich um echte Vermögenswerte handelt. Besser ist es aber, einen nicht zu klein bemessenen Teil in Gold anzulegen. Gerade in den derzeit sehr turbulenten Zeiten (Griechenland-Krise, Hedgefonds attackieren ganze Staaten im Euroraum) gilt der Satz: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.
Setzen Sie nicht alles auf eine Karte (Auch nicht alles auf die Gold-Karte). Aber der Kauf von Gold sichert zum einen Ihr Vermögen, und zum anderen lässt sich Gold jederzeit und in jedem Land der Welt wieder zu einem guten Kurs veräußern, anders als Immobilien – diese sind eine sehr unflexible Form der Geldanlage.
Euro verliert weiter
Der Kurs des Euro verliert gegenüber dem US-Dollar seit Monaten. Und ein Ende dieser Entwicklung ist derzeit nicht absehbar, man denke nur an die Situation in Griechenland (Generalstreik), die die Gemeinschaftswährung zusätzlich belastet. Eine interessante Dynamik, insbesondere wenn man gerade ans Gold kaufen denkt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel äußert sich heute in der FAZ in einem Interview zu der kritischen Lage am Währungsmarkt:
Der Euro ist jetzt zum ersten Mal seit seiner Einführung in einer schwierigen Situation, die er aber bestehen wird. Zunächst ist festzuhalten, dass sich der Euro in der Finanzkrise bewährt hat und der EU große Turbulenzen erspart geblieben sind. Die internationale Wirtschaftskrise hat aber auch zu einem deutlichen Anstieg der Staatsverschuldung geführt. Nun wird zum Teil gegen Länder spekuliert, in denen diese Entwicklung auf eine ungünstige Ausgangslage und ungelöste Strukturprobleme traf. Das ist gefährlich.
Die letzten beiden Sätze muss man sich mehrmals durchlesen und auf der Zunge zergehen lassen. Der Euro ist also das Ziel internationaler Spekulation geworden, genauer gesagt die schwächsten Länder in der Euro-Zone. Dies sind neben Griechenland noch Portugal, evtl. Irland (wobei man dort in Sachen Reformen und Krisenmanagement vorbildlich zur Sache geht), dann noch Spanien und natürlich auch das hochverschuldete Italien.
Den Absturz des Euro kann man anhand des folgenden Diagramms gut nachvollziehen (berechnet auf Wochenmitteln):
Da in den USA erste wirtschaftliche Erfolge erkennbar sind und die EU und der Euro durch die oben beschriebenen Staaten nach unten gezogen wird, sei nochmals auf den Zusammenhang von US-Dollar, Euro und Goldpreis hingewiesen. Wer jetzt Gold kauft, sichert sein Vermögen nicht nur im engeren Sinne gegen eine mögliche Hyperinflation ab, sondern spekuliert auch auf einen weiter steigenden Dollar. Und Experten sind sich einig, dass der US-Dollar über das Jahr 2010 deutlich zulegen wird.
Unser Tipp: Lassen Sie sich nicht vom hohen Goldpreis abschrecken, dieser wird weiter steigen. Man sollte schnell einsteigen, die Gold-Rally hat gerade erst so richtig begonnen. Kaufen Sie physisches Gold.




(Euro je Feinunze)