Gaddafi in Libyen dank Gold finanziell unabhängig

Der beginnende Bürgerkrieg in Libyen und das militärische Eingreifen diverser NATO-Staaten haben auch eine Gold-Dimension: Libyen soll in den vergangenen Jahren Goldreserven in Höhe von 150 Tonnen angehäuft haben – was einem Marktwert von ca. 6,5 Milliarden Dollar entspricht. Und da das Land im physischen Besitz der Goldbarren ist, können diese auch nicht durch ein Embargo oder das Einfrieren von Auslandskonten „neutralisiert“ werden – auch hier erweist sich Gold als eine krisensichere Form der Geldanlage, sei es jetzt im kleinen oder im großen Maßstab. Somit bleibt die libysche Regierung auch in Krisenzeiten finanziell handlungsfähig.

Gaddafi setzt auf Gold - auch farblich
Gaddafi setzt auf Gold – auch farblich

Gaddafi hat durch diese riesigen Goldvorräte die Möglichkeit, trotz aller internationaler Blockademaßnahmen finanziell liquide zu bleiben – und beispielsweise Söldner aus anderen afrikanischen Staaten anzuheuern. Wichtig ist, das er im physischen Besitz des Goldes bleibt. Hierzu die Financial Times Deutschland im Artikel  „Gaddafi hockt auf 150 Tonnen Gold“:

Experten gehen davon aus, dass Libyen seine Goldbarren in Tripolis aufbewahrt und nicht wie viele Zentralbanken verfährt, die ihre Reserven in Tresoren in London, New York oder Schweiz verwahren. Das Gold könnte aber bereits zu anderen Orten weitertransportiert worden sein. In Frage kämen etwa sie südliche Stadt Sebha. Sie gilt als sehr loyal gegenüber Gaddafi und ist nahe zu Tschad und Niger gelegen.

Interessant ist, dass auch der tunesische Staatschef Zine el Abidine Ben Ali auf Gold gesetzt hatte: Seine Frau Leila Trabelsi flüchtete nach dem Umsturz mit Goldbarren der Zentralbank im Gepäck ins Exil, angeblich nahm Sie 1,5 Tonnen mit.

Unterdessen berichtet SPIEGEL online unter Bezug auf die Financial Times Deutschland, dass der US-Bundesstaat Utah Gold zum offiziellen Zahlungsmittel erklärt. Der republikanische Abgeordnete Brad Galvez hat eine überzeugende Begründung für das neue Gesetz – die Angst vor weitreichenden Folgen der Geldentwertung: „Es ist eine Vorsichtsmaßnahme, die uns erlaubt, unsere Wirtschaft aufrechtzuerhalten, während der Wert des Dollars weiter sinkt“, zitiert die Zeitung den Parlamentarier.

Fazit: Je schlimmer es wird, um so mehr Sinn macht ein Engagement in Gold – nicht nur für Staatschefs, auch für private Kleinanleger, die ihr Vermögen inflationssicher anlegen möchten. Auch wenn der Goldpreis derzeit wieder in die Höhe geht – kaufen Sie Gold, natürlich nur in physischer Form, denn das kann man ihnen nicht (so einfach) wegnehmen.

Beteilige dich an der Unterhaltung

3 Kommentare

  1. Gold kaufen und lagern in der Schweiz – sicher und diskret. Der physische Besitz von Edelmetallen in Form von Münzen oder Barren sollte in keinem Anlageportfolio fehlen. Dabei ist hervorzuheben, dass darunter das tatsächliche Vorhandensein gemeint ist und nicht etwa Metallkonten oder Anlagen in sonstiger Papierform.

  2. Hihihi, von Gaddafi lernen heißt also siegen lernen? Naja, der Herr hält sich ja deutlich länger an der Macht, als alle Experten vermuten konnten. Gold sei dank!

  3. Gaddafi, der alte Hund, ist mit seinem Gold schon über alle Berge! Der hat wirklich auf das richtige Pferd gesetzt!

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.