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IWF reduziert Goldreserven
Wie Sie auf dieser Internet-Seite schon im April (!) lesen konnten (G20-Gipfel: Verkauf von Goldreserven vereinbart), wurde nun offiziell bestätigt, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) 403,3 Tonnen Gold aus seinen Goldreserven verkauft. Dies hatte der Verwaltungsrat des IWF am Freitag beschlossen.

Goldbarren (Foto:Bundesbank)
Dennoch wird auch nach dem Verkauf der IWF hinter den USA und Deutschland über die drittgrößten Goldreserven verfügen. Einen Überblick über die Goldreserven vor diesem deal finden Sie hier: Aktuelle Übersicht der Goldreserven
Um den Goldkurs nicht in Turbulenzen zu bringen, wolle man das Gold zunächst Zentralbanken und anderen staatlichen Institutionen anbieten, so der IWF. Als erster Kandidat auf der Käuferliste dürfte hier die chinesische Zentralbank stehen, die ja seit Jahren die Goldreserven aufstockt.
Man darf gespannt sein, ob der Markt auf diese Nachricht in der nächsten Woche reagiert, oder ob der Verkauf bereits im Goldkurs eskomptiert (eingepreist) ist.
Übersicht über aktuelle Goldreserven
Immer wieder erreichen uns Leserfragen nach einer Übersicht über aktuelle Goldreserven der Zentralbanken. Mit folgender Tabelle wollen wir diese Frage beantworten:
Die Tabelle zeigt, dass die USA unangefochten an der Nr. 1 stehen. Mit anderen Worten: Sollte die derzeitige Politik der Federal Reserve des „quantitative easing“ mitttel- oder langfristig in einer Hyperinflation und einer anschließenden Währungsreform münden, wären die USA gut aufgestellt. Denn es ist mit einiger Berechtigung davon auszugehen, dass eine neue Währung zumindest partiell durch Gold gedeckt wäre (Goldstandard). Außerdem hätten sich die USA elegant ihrer Auslandsschulden entledigt. Insbesondere die Chinesen halten ja in großem Umfang amerikanische Staatsanleihen. Der große Vorteil der Amerikaner liegt darin, dass sie fast ausschließlich in Dollar verschuldet sind – und den Dollar kann die Federal Reserve ja grundsätzlich in beliebiger Menge „drucken“.
Momentan sieht die Lage – vereinfacht formuliert – wie folgt aus: Die Amerikaner verteilen auf der ganzen Welt, vor allem in China, ihre Dollars und importieren dafür materielle Güter. Die einen haben also die Güter, die anderen das Papiergeld – oder virtuelle Zahlen auf Konten. Diese Situation ist für die Amerikaner ja überaus komfortabel. Und im Falle einer Währungsreform wären die Amerikaner wieder auf der Gewinnerseite …
Die Chinesen haben das Problem grundsätzlich erkannt, brauchen aber – um die heimische Wirtschaft nicht kollabieren zu lassen – noch den amerikanischen Konsumenten. Daher kaufen die Chinesen ja auch weiterhin brav amerikanische Staatsanleihen. Zugleich versuchen die Chinesen aber auch die eigenen Goldreserven zu erhöhen. Immerhin hat man offiziell schon 1054 Tonnen, nachdem man 2008 offiziell nur 600 Tonnen besaß (Lesen Sie hierzu den Beitrag: China erhöht Goldreserven). Gemessen an den gesamten Devisenreserven ist China aber in Gold unterinvestiert. Es ist daher davon auszugehen, dass China versuchen wird, die Reserven deutlich aufzustocken, möglicherweise auch über Investments in Goldminen-Unternehmen. Auf jeden Fall sollte die Nachfrage aus Fernost den Goldpreis positiv beeinflussen.
Ein Blick auf die deutschen Reserven zeigt, dass die Bundesbank gar nicht so schlecht aufgestellt ist. Allerdings ist hier zu berücksichtigen, dass ein Großteil des Goldschatzes gar nicht im Inland, sondern in den USA, England und Frankreich lagert. Für eine Krisenwährung ist das natürlich nicht unproblematisch …
Gold und Umsatzsteuer - was wirklich gilt
Gold und Umsatzsteuer: Immer wieder fragen sich Interessenten, die angesichts der derzeitigen Krise zum ersten Mal physisches Gold kaufen möchten, wie es mit der Umsatzsteuer aussieht. By the way: Die Begriffe Umsatzsteuer und Mehrwertsteuer werden in Deutschland oft synonym verwandt, obwohl letzterer Begriff eigentlich nicht korrekt ist. In den deutschen Steuergesetzen kommt der Begriff Mehrwertsteuer jedenfalls nicht vor.
Wie sieht es nun in Deutschland mit der Umsatzsteuer für Gold aus? Die Antwort ist im Grunde genommen ganz einfach: Für den Kauf oder Verkauf von Anlagemünzen und Anlagebarren wird keine Umsatzsteuer erhoben. Sammlermünzen, Silbermünzen, Palladiummünzen und Platinmünzen sind dagegen im Sinne der Umsatzsteuer steuerpflichtig. Für diverse Silbermünzen gilt im Übrigen in Deutschland ein ermäßigter Steuersatz.
Was ist nun eine „Anlagemünze“? Nun, der Gesetzgeber in Deutschland schreibt hier vier Voraussetzungen vor:
Die Goldmünze muss nach dem Jahr 1800 geprägt worden sein.
Feingehalt: mindestens 900/1000
Die Goldmünze muss im Herkunftsland gesetzliches Zahlungsmittel sein.
Der Verkaufspreis darf den Offenmarktwert ihres Goldgehalts um nicht mehr als 80 % übersteigen.
In Deutschland sind gemäß §25c UStG alle Goldmünzen, die die oben genannten vier Kriterien erfüllen, von der Umsatzsteuer befreit. Hier fällt also keine Umsatzsteuer für Gold an.
Beachten Sie auch unseren ergänzenden Beitrag mit weiteren Informationen über Gold und die Umsatzsteuer und dem für Anlagegold einschlägigen Gesetzestext des §25c UStG.
Wir empfehlen Ihnen den Erwerb folgender weltweit bekannter Anlagemünzen in Gold und in Unzengröße:
- Krügerrand
- Maple Leaf
- American Eagle
- Wiener Philharmoniker
- American Buffalo
- Chinesische Panda
- Britannia
Beachten Sie auch unsere detaillierten Informationen zum Krügerrand.
Wenn Sie diese Münzen kaufen, müssen Sie definitiv keine Umsatzsteuer für Gold zahlen.
Goldbarren gelten als Anlagebarren, wenn Sie einen Feingehalt von mindestens 995/1000 aufweisen und der Goldanlage dienen. Dann wird auch hier keine Umsatzsteuer fällig. Im Gegensatz zu Goldmünzen, werden in den renommierten Gold-Shops – wie etwa unserem Partner Anlagegold24 – Goldbarren eigentlich ausschließlich als Anlagebarren verkauft. Die Sammler tummeln sich eher im Goldmünzenbereich.
Wie sieht es nun in Österreich aus? Auch in Österreich wird für Anlagemünzen und Anlagebarren in Gold keine Umsatzsteuer fällig.
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