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Herabstufungen von Staatsanleihen signalisiert

In den USA stehen verbreitet Herabstufungen von Staatsanleihen an. Dies hat die Ratingagentur Moody´s signalisiert. Zum ersten Male überhaupt in der Geschichte wurde für sämtliche lokalen Regierungen (Gemeinden, Bundesstaaten) in den USA ein negativer Ausblick („negative outlook“) konstatiert. Das ist die Vorstufe für eine mögliche Herabstufung.

Außergewöhnlich ist, dass Moody´s hier nicht im Einzelfall die Kreditwürdigkeit geprüft hat, sondern eine generelle Warnung ausspricht. Offensichtlich brechen – bei steigenden Ausgaben – die Steuereinnahmen der öffentlichen Hand in den USA massiv ein. Damit steigt die (theoretische) Gefahr, dass Anleihen nicht mehr bedient werden können. Dies wird nun in die Staatsanleihen eskomptiert.

Allerdings: Die Kreditwürdigkeit der US-Regierung wird weiterhin mit dem Top-Rating AAA eingestuft. Dies ist vor dem Hintergrund der geradezu enthemmten Schuldenpolitik der letzten Monate und Jahre nach unserem Dafürhalten eine durchaus fragwürdige Einstufung.

Fazit: Staatsanleihen sind die letzten heiligen Kühe auf den internationalen Finanzmärkten. Sollte das Vertrauen in die Kreditwürdigkeit der westlichen Staaten weiter sinken, müssen die Staaten immer höhere Zinsen (Kupons) bieten, was letztlich einen Staatsbankrott begünstigt. Alternativ können die Staaten über ihre Zentralbanken auch die eigenen Anleihen kaufen, was de facto „Gelddrucken“ bedeutet (Hyperinflations-Gefahr).

In jedem Falle ist dem Anleger von lang laufenden Staatsanleihen abzuraten. Diese sind längst nicht mehr sicher. Zur Vermögenssicherung sollten Sie lieber physisches Gold kaufen.

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