Goldreserven: China erhöht Bestand auf über 1000 Tonnen
Wie hier auf www.gold-kaufen.biz am 6. April prognostiziert („G-20-Gipfel: Verkauf von Goldreserven vereinbart?“), hat China tatsächlich seine Goldreserven heimlich, still und leise in massivem Umfang aufgestockt – und zwar auf mehr als 1.000 Tonnen. Dies hat die staatliche Devisenbehörde überraschend mitgeteilt. Damit gehört China nunmehr zu den Top 5 der Goldbesitzer – hinter den USA, Deutschland, Frankreich und Italien.
Gerüchte über Goldkäufe gab es in den letzten Monaten immer wieder, zumal China „offiziell“ nur Goldreserven im Umfang von 600 Tonnen hatte. Aus der Sicht des Autors ist die Politik der Chinesen, ihre Goldreserven aufzustocken, mehr als sinnvoll, wurden doch durch die enormen Exportüberschüsse in der Handelsbilanz enorme Devisenreserven in Dollar aufgebaut. Und diese Devisenreserven drohen nun durch die Politik des „quantitative easing“ der Federal Reserve an Wert zu verlieren.
Fazit: Auch in Zukunft dürfte China bestrebt sein, die Goldreserven aufzustocken, um die immer noch hohen Devisenreserven in Dollar „in Sicherheit zu bringen“. Dies sollte dem Goldpreis positive Impulse verleihen. Haben Sie schon physisches Gold?
Invest 2009: erste Impressionen
Vom 24. bis 26. April findet in Stuttgart die Anlegermesse Invest 2009 statt. Wie nicht anders zu erwarten, ist Gold auch auf der Invest ein zentrales Thema. Zahlreiche Vorträge beschäftigen sich unmittelbar oder mittelbar mit den Anlagemöglichkeiten in Gold.
Das Spektrum der artikulierten Prognosen der Referenten war wohl noch nie so groß wie in diesem Jahr: Während die einen die Krise schon fast als ausgestanden betrachten und in den nächsten Monaten einen Rückkehr zu „business as usual“ vorhersagen, warnen die anderen vor Hyperinflation, Staatsbankrotten und Währungsreform. Dementsprechend unterschiedlich fallen auch die Empfehlungen für die Anleger aus.
Auf jeden Fall ist festzustellen, dass das Thema Gold kein Nischenthema mehr ist, sondern das Interesse sehr, sehr vieler Anleger findet. Außerordentlich großen Zuspruch finden die Messestände der Edelmetall-Händler Pro Aurum, Geiger Edelmetalle, Dr. Neugebauer und Argentuminvest. Hier konnten Anlagemünzen und -barren auch vor Ort erworben werden.
Weitere Trends sind:
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„grünes Geld“
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ETFs
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inflationsgeschützte Wertpapiere
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alternative Investments
Im Gegensatz zu früheren Jahren spielen auf der Invest 2009 Rohstoffe – ausgenommen die Edelmetalle – eine sehr untergeordnete Rolle.
Fazit: Auf der Invest 2009 zeigt sich, dass physisches Gold von immer mehr (informierten) Menschen als „sicherer Hafen“ erkannt wird. Haben Sie schon physisches Gold?
Immobilien in der Krise
Im Zentrum des folgenden Beitrages sollen die Risiken hinsichtlich Immobilien in der Krise stehen. In den letzten Wochen hatte der Autor ja vor den Risiken von Zertifikaten („Krise auf dem Zertifikatemarkt“), Anleihen („Herabstufungen von Staatsanleihen signalisiert“) und Lebensversicherungen („Lebensversicherungen in der Krise“) gewarnt.
Um es vorweg zu nehmen: Auch Immobilien bieten – entgegen der landläufigen Meinung – nicht den ultimativen Schutz. Das wäre ja auch etwas befremdlich, ging die derzeitige Krise doch – so jedenfalls die herrschende Lehre – von der Immobilienkrise in den USA aus.
Welche Nachteile hätten nun Wohnimmobilien in Deutschland, wenn sich die derzeitige Wirtschafts- und Finanzkrise noch weiter zuspitzen sollte oder es gar zu Szenarien wie Massenarbeitslosigkeit, Hyperinflation oder einem Staatsbankrott kommen sollte?
- Immobilien sind per definitionem unbeweglich. Man könnte im Krisenfall das gebundene Kapital nicht kurzfristig liquidieren. Ein Verkauf könnte sehr lange dauern, falls sich in einer wirklichen Wirtschaftskrise überhaupt ein Käufer zu einem akzeptablen Preis findet.
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Immobilien stellen oftmals einen großen Teil des Vermögens eines privaten Haushaltes dar. Kommt man in einer System-Krise in finanzielle Schwierigkeiten, wird es schwer fallen, an liquide Mittel zu kommen, ohne das ganze Haus verkaufen zu müssen.
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Eigentümern von Eigentumswohnungen drohen noch andere Gefahren: Mitglieder der Eigentümergemeinschaft könnten insolvent werden. Instandhaltungsmaßnahmen könnten dann nicht mehr ohne weiteres durchgeführt werden. Unter Umständen muss sogar per Sonderumlage für die insolventen Eigentümer mitbezahlt werden.
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Gefahren drohen auch für vermietete Objekte: Mieter könnten infolge einer Wirtschaftskrise nicht mehr in der Lage sein, die Miete zu zahlen. Eine schwierige Situation angesichts des sehr mieterfreundlichen deutschen Mietrechts.
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Denkbar wäre theoretisch auch eine Festsetzung von (niedrigen) Mieten durch die Regierung, um Kündigungen und daraus folgende soziale Unruhen zu verhindern.
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Die Immobilienpreise könnten wegen der sinkenden Kaufkraft der privaten Haushalte in einer Krise sinken.
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Der Staat könnte – wie nach dem Zweiten Weltkrieg – eine Zwangshypothek auf jede Immobilie eintragen.
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Ist die Immobilie auch noch teilweise fremdfinanziert, besteht die Gefahr, dass man den Schuldendienst nicht mehr leisten kann. Die Bank kann dann die Grundschuld fällig stellen. Folge wäre dann in der Regel der Verlust der Immobilie. Auch eine verschärfte Inflation wäre im Übrigen nicht unbedingt vorteilhaft für die Schuldner. Warum? Nun, für gewöhnlich werden die Löhne und Gehälter erst nach einem gewissen time-lag an die allgemeinen Inflationsraten angeglichen. Man wird dann möglicherweise gezwungen sein aufgrund des Preisniveauanstieges sein ganzes Einkommen für die Befriedigung der Grundbedürfnisse zu verwenden. Für den Schuldendienst könnte dann kein Geld mehr übrig bleiben.
Fazit
Immobilien bieten in der Krise auch keine absolute Sicherheit, vor allem dann nicht, wenn Sie teilweise fremdfinanziert wurden. Einzige Ausnahme: Selbst genutzte Immobilien, die Sie schuldenfrei besitzen. Wenn Sie eine selbst genutzte Immobilien, die möglicherweise noch mit einem Nutzgarten ausgestattet, haben und zudem physisches Gold in hinreichendem Umfang besitzen, sind Sie für eine wirkliche Krise schon ganz gut gerüstet.
Haben Sie schon physisches Gold?
Lebensversicherungen in der Krise
Viele Menschen, die sich mit der derzeitigen Finanz- und Wirtschaftskrise beschäftigen, werden sich fragen, wie ihre Lebensversicherungen in der Krise abschneiden werden. Immerhin gibt es in Deutschland etwa 50 Millionen Kapitallebensversicherungen im engeren Sinne. Kaum einem anderen Finanzprodukt wird ein so großes Vertrauen entgegengebracht wie der Lebensversicherung. Zu Recht?
Nun, schauen wir uns zunächst einmal die Renditen an. Die Mindestverzinsung für neue Verträge beträgt nur noch magere 2,25 Prozent. Ob eine Überschussbeteiligung gezahlt werden kann, ist ja im Falle einer Lebensversicherung ungewiss. Immerhin: Im Jahre 2008 betrug die durchschnittliche Rendite der Kunden-Policen noch 4,28 Prozent. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen der Versicherer betrug indessen nur 3,62 Prozent. Mit anderen Worten: Die Versicherer leben von der Substanz. Stille Reserven werden nun sukzessive aufgelöst, und es ist fraglich, wie lange diese Politik noch gefahren werden kann.
Sollte die Krise sich fortsetzen, dürften die Überschussbeteiligungen jedenfalls noch weiter absinken. Im Übrigen ist hier darauf hinzuweisen, dass die eigentliche Netto-Rendite der Versicherungsnehmer noch deutlich niedriger ist, da ja noch die Provisions- und Verwaltungskosten berücksichtigt werden müssen.
Ein Absinken der Gesamtrendite auf die Garantieverzinsung ist aber noch lange nicht das schlimmste Szenario. Angesichts der historischen Dimension der aktuellen Krise drohen den Kunden von Lebensversicherern insbesondere drei Gefahren, die allerdings alle eng miteinander korrelieren:
1.) Wertverfall der Wertpapiere der Versicherer
Als Konsequenz der Aktien-Baisse 2000 bis 2003 haben die meisten Versicherer Risiko aus ihrem Portfolio genommen. Der Aktienanteil wurde tendenziell nach unten gefahren. Es dominieren traditionell sehr konservative Papiere wie Staatsanleihen, Unternehmensanleihen oder Pfandbriefe. Allerdings ist die Krise, in der wir uns befinden, derart dramatisch und von historischer Dimension, dass selbst diese „mündelsicheren“ Papiere in Gefahr geraten könnten. Sollte die Hypo-Real-Estate trotz staatlicher Hilfen fallen, geriete der ganze Pfandbrief-Markt in Gefahr. Dass auch namhafte Unternehmen nicht vor Insolvenzen sicher sind, zeigen die Exempel General Motors und Chrysler. Auch Staatsbankrotte westlicher Staaten – vor einigen Jahren noch undenkbar – sind nicht mehr auszuschließen. Diese erhöhte Gefahr wird ja jetzt schon in die Kurse und die Verzinsung der Staatsanleihen eingepreist – auch im Euro-Raum sind die Spreads mittlerweile erheblich. Staaten wie Irland, Griechenland und Spanien müssen den Anlegern schon deutlich höhere Zinsen (Kupons) für ihre Staatsanleihen bieten als Deutschland. Kurzum: Sollte es dazu kommen, dass Anleihen aufgrund von Insolvenzen nicht mehr bedient werden könnten, wären die deutschen Lebensversicherer in akuter Gefahr. Im Extremfall drohen Insolvenzen der Versicherer und damit Totalverluste für die Versicherungsnehmer.
2.) Inflation & Hyperinflation
Ein großer Feind für der Versicherungsnehmer ist die Inflation. Der Faktor Inflation wird von vielen Versicherungsnehmern einfach nicht adäquat gewürdigt. Auch in „normalen“ Zeiten mindert die Inflation ganz erheblich den realen Wert der Ablaufleistung. Ein Beispiel: Nimmt man eine Inflationsrate von 2,5 Prozent p.a. an, so sind 100.000 Euro nach 40 Jahren real nur noch 36.323 Euro wert. Noch dramatischer sieht die Sache bei privaten Rentenversicherungen aus, die im Idealfall länger laufen als Kapitallebensversicherungen. Schließt ein heute 25-Jähriger eine private Rentenversicherung ab und möchte im Rentenalter 1.000 Euro im Monat erhalten, so sind diese 1.000 Euro etwa nach 55 Jahren – bei einer Inflationsrate von 2,5 Prozent p.a. – real nur noch 248 Euro wert. So viel zum „normalen“ Szenario. Nach Meinung des Autors ist es aber mehr als unwahrscheinlich, dass unser Währungssystem noch 40 Jahre oder gar noch länger Bestand haben wird. Vielmehr beinhaltet die derzeitige Krise die Gefahr, dass wir mittelfristig stark inflationäre Tendenzen sehen werden. Auch die Gefahr einer Hyperinflation ist real gegeben. Für diese These sprechen etwa die Politik des billigen Geldes der Zentralbanken (Leitzinspolitik) oder die gigantischen Konjunkturprogramme der Regierungen. Und: Was ist, wenn die riesigen Bankbürgschaften der Staaten tatsächlich in Anspruch genommen werden? Heute schon sind die Verschuldungsgrade einiger westlicher Staaten dramatisch. Allein der Schuldendienst zehrt einen Großteil der öffentlichen Haushalte auf. Es ist davon auszugehen, dass die Staaten, ehe sie zahlungsunfähig werden, lieber die „Druckerpressen“ anwerfen, um ihre Schulden wegzuinflationieren. In einer solchen Hyperinflation würden die Lebensversicherungspolicen ihren realen Wert fast komplett einbüßen.
3.) Währungsreform
Folge einer Hyperinflation wäre fast zwangläufig eine Währungsreform. Das war in der Historie eigentlich immer so. Eine Währungsreform wäre im Übrigen theoretisch auch ohne vorherige Hyperinflation denkbar. Fraglich wäre auf jeden Fall, ob die Policen im Falle einer Währungsreform noch einen Wert in der neuen Währung hätten.
Fazit
Wir haben gesehen, dass sich Lebensversicherungen auch in „normalen“ Zeiten kaum rentieren. Der größte Nachteil ist aber die dem Produkt innewohnende Inflexibilität. Wer kann schon heute sagen, dass unser Finanz- und Währungssystem noch in 10 Jahren Bestand haben wird? Der souveräne und informierte Anleger sollte daher auf solche Produkte, die zudem eine niedrige effektive Rendite haben, gänzlich verzichten und in „normalen“ Zeiten lieber aktiv auf den Wertpapiermärkten agieren und sein Geld in Aktien, Fonds, Zertifikate oder ETFs veranlagen. Es ist durchaus auch legitim, sich in schlechteren Zeiten auf die Seitenlinie zu stellen und sein Geld auf ein Tagesgeldkonto zu transferieren. Die derzeitige Finanz- und Wirtschaftskrise erfordert allerdings ein ganz anderes Vorgehen. Nunmehr sind fast alle Wertpapiere in Gefahr, vor allem jene, die das so genannte Counterpart-Risiko haben. Zudem drohen noch Hyperinflation und Staatsbankrott. Folglich sollten Sie sich die Frage stellen, ob es nicht sinnvoll sein kann, laufende Verträge zu kündigen, auch wenn dies für Sie schmerzvoll sein mag. Möglicherweise ist es besser, durch eine Kündigung auf einen Teil der Rendite zu verzichten, als einen Totalverlust zu erleiden. Mit dem Geld aus dem gekündigten Vertrag können Sie dann etwa physisches Gold kaufen. In der derzeitigen Phase sollte es eben Ihre primäre Intention sein, Ihr Vermögen – Ihre Lebensleistung – zu sichern. Und das ist am besten mit physischem Gold möglich. Gold ist eben die ultimative Krisenwährung – der sichere Hafen. Haben Sie schon physisches Gold?
Bund der Steuerzahler fordert Steuerreform
Der Bund der Steuerzahler fordert für die nächste Legislaturperiode eine umfassende Reform der Einkommensteuer. Hierzu der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Dr. Karl Heinz Däke:
Das jetzige Steuersystem ist kompliziert und ungerecht. Es belastet vor allem die sogenannte (Noch)-Mitte der Steuerzahler. Deshalb ist es an der Zeit, endlich eine grundlegende Reform durchzuführen.
Eine klare Absage erteilte der Verband den derzeitigen Steuererhöhungsdebatten. Die Bürger würden durch die Finanz- und Wirtschaftskrise bereits sehr stark belastet werden. Aus Sicht des Verbandes sei es unverantwortlich, den Bürgern in dieser Zeit auch noch Steuererhöhungen oder neue Steuern zuzumuten.
Kommentar: Die Belastungen aus der Finanz- und Wirtschaftskrise werden wohl noch viel größer werden. Steuererhöhungen würden sich in dieser Situation extrem negativ auf die Kaufkraft der privaten Haushalte und das Konsumklima auswirken. Die Steuerbelastung aus den direkten – aber auch indirekten – Steuern ist heute schon sehr, sehr hoch. Für Angestellte kommen ja zu den Steuern noch Sozialabgaben hinzu. Daraus folgen exorbitante Grenzabgabenbelastungen gerade für Einkommen (knapp) unterhalb der Beitragsbemessungsgrenzen der Renten- und Arbeitslosenversicherung. Allerdings ist zu befürchten, dass im Gefolge der Wirtschafts- und Finanzkrise die Steuern und die Sozialabgaben eher erhöht denn gesenkt werden.
Der Bund der Steuerzahler fordert weiter, die „Kalte Progression“ und den sogenannten „Mittelstandsbauch“ im Tarif abzuschaffen. Daher mahnt Däke eine durchgreifende Reform der Tarife an:
Statt halbherziger Einzelmaßnahmen, wie z.B. die Senkung des Eingangs- oder die Erhöhung des Spitzensteuersatzes, sollte eine Gesamtlösung gefunden werden. Die vorgeschlagenen Einzelmaßnahmen verschärfen nur bestehende Probleme und werden die Bürger nicht nachhaltig entlasten.

Hier finden Sie die entsprechende Pressemitteilung des Steuerzahlerbundes vom 16.04.2009
Kommentar: Gerade der Forderung nach Abschaffung der kalten Progression ist unbedingt zuzustimmen. Die Tarife sollten idealerweise der Entwicklung der Inflationsraten angepasst werden. Sollte nämlich die derzeitige Reflationierungspolitik gelingen, könnten die dann wieder steigenden Inflationsraten dazu führen, dass in nicht allzu ferner Zukunft der durchschnittliche Einkommensbezieher den Spitzensteuersatz – sieht man einmal von der „Reichen-Steuer“ ab – zahlen müsste. Das wäre wahrlich grotesk. Vorteil für die Regierung: Man müsste zur Maximierung des Steueraufkommens noch nicht einmal die nominellen Steuersätze erhöhen. Praktisch, oder?
In einer wirklichen Krise wäre auch noch die Einführung einer Vermögenssteuer, also einer neuen Substanzsteuer, denkbar. Dann wäre physisches Gold gegenüber anderen Asset-Klassen im Vorteil, kann der Staat hier doch nicht – im Gegensatz etwa zu Immobilienvermögen oder Festgeldern – ohne weiteres auf Datenbestände zurückgreifen. Haben Sie schon physisches Gold?
Weltwährung Gold
Eine neue Weltwährung Gold – durchaus auch als bargeldloses monetäres System – ist nach Meinung des Direktors des Amtes für internationale Wirtschaft des US Council for Foreign Relations, Benn Steil, die einzige wirkliche Alternative zum US-Dollar.
Gegenüber der russischen Informations- und Nachrichtenagentur Novosti sagte der Währungsexperte Steil:
Die Regierungen, die Geld drucken und die Geldemission regulieren dürfen, manipulieren ständig damit. Der Rückgang des Vertrauens zum US-Dollar, von den anderen Währungen ganz zu schweigen, lässt die Entstehung eines Gold-Äquivalents wahrscheinlich erscheinen. Die Krise und die Instabilität im Finanzbereich peitschen das Misstrauen gegenüber den Währungen an. Die Tatsache, dass die Menschen zunehmend in Gold investieren, wirkt durchaus natürlich.
Im Gegensatz zur Weltwährung Gold habe der US-Dollar auf den Devisenmärkten vorerst keine Konkurrenz zu befürchten. Skeptisch bewertet er etwa die Perspektive der Ablösung des Dollar durch den Euro.
Dem US-Dollar drohe nur Gefahr aus China. Wenn China die US-Bonds nicht mehr kaufen würde und sogar zum Verkaufen von US-Bonds überginge, würde das dramatische Folgen für den Dollar und damit das globale Weltwährungssystem haben.
Nach Einschätzung von Benn Steil kaufe China 30 Prozent aller US-Staatspapiere, was angesichts des Null-Gewinns nichts anderes als „Gratis-Kredite für die USA“ sind:
China befindet sich in einer überaus komplizierten Lage: Sollte es mit dem Verkauf der US-Bonds beginnen, wird es ein Abrutschen des Dollars provozieren, womit es aber seine eigenen Währungsreserven entwerten würde. Der einzig sichere Weg für China, die Abhängigkeit vom US-Dollar zu schwächen, besteht darin, Goldreserven zu erhöhen. Es wird mich nicht überraschen, wenn China mit einer radikalen Steigerung seiner Goldreserven beginnen wird.
Fazit: Sollte es zu einer neuen Weltwährung Gold kommen, ist man auf jeden Fall gut gerüstet, wenn man schon über physisches Gold verfügt. Haben Sie schon physisches Gold?
Ende der Weltleitwährung Dollar
Weltleitwährung: Gerüchten über Ablösung des Dollar
Gerüchten zufolge wird ja hinter den Kulissen schon seit Monaten über eine neue Weltleitwährung diskutiert, die den Dollar ablösen könnte. Nunmehr soll dieses Thema möglicherweise auf die Agenda des US-Wirtschaftsgipfel im Juni kommen.
Vom 1. bis 3. Juni werden Repräsentanten der UN-Staaten in New York auf einer Konferenz über die Weltfinanzkrise debattieren.
Interesse an einer neuen Weltleitwährung hat vor allem China, das ja immer noch riesige Devisen-Reserven in Dollar hält. Im Übrigen ist China ja auch einer der maßgeblichen Gläubiger der USA, werden doch in großem Umfang US-Bonds gehalten.
Chinas Notenbankchef Zhou Xiachuan hatte bereits im März dieses Jahres vorgeschlagen, die Sonderziehungsrechte des IWF zu einer Reservewährung zu machen. Die Sonderziehungsrechte des IWF wurden 1969 eingeführt, verloren dann aber – insbesondere nach dem Ende des Bretton-Woods-Systems – immer mehr an Bedeutung. Den Sonderziehungsrechten liegt ein Korb von internationalen Währungen zugrunde.
Miguel D’Escoto Brockmann, der Präsident der UN-Generalversammlung, sagte, er gehe davon aus, dass das Thema einer neuen Weltleitwährung auf die Agenda komme. Viele Länder hätten ihr Vertrauen in den US-Dollar verloren.
Die Gerüchte um eine neue Weltleitwährung weisen auf die Labilität unseres internationalen Währungssystems hin. Zudem wird deutlich, dass die nationalen Währungen auch immer Gegenstand nationaler Interessenpolitik sind. Eine einvernehmliche Neuordnung des Weltwährungssystems wird sich daher wohl sehr schwierig gestalten.
Anzustreben wäre nach unserer Meinung, dass alle zukünftigen nationalen Währungen und/oder Weltleitwährungen durch Gold (o.ä.) gedeckt sind. Ansonsten wäre der Weg in Richtung weiterer Krisen schon wieder programmiert.
Hier eine Meldung von Reuters mit weiteren Informationen: http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE53E00R20090415
Goldman Sachs: Gute Quartalszahlen stoßen auf Skepsis
Die US-Bank Goldman Sachs hat überraschend gute Quartalszahlen vorgelegt. Für das erste Quartal wurde ein Überschuss von etwa 1,7 Milliarden Dollar ausgewiesen. Pro Aktie hat die US-Bank damit 3,39 Dollar je Aktie verdient. Die Konsens-Schätzungen der Analysten lagen bei etwa 1,49 Dollar.
Kritiker monieren indessen, dass die guten Quartalszahlen von Goldman Sachs zu einem großen Teil unlängst geänderten Bilanzierungsregeln geschuldet sind. Demnach müssen die Banken sich bei der Bewertung der so genannten toxischen Wertpapiere nicht mehr am aktuellen Marktpreis (der in vielen Fällen gegen Null tendieren dürfte) orientieren. Somit ergäben sich für die Banken erhebliche Gestaltungsspielräume bei der Bewertung Ihrer Wertpapiere, die zur Verschleierung von faktischen Verlusten genutzt werden könnten.
Ohne Zweifel ist die Lage bei Goldman Sachs aber zu wenig transparent, dass man hier aus der Ferne eine seriöse Diagnose stellen könnte, wie gut die Zahlen nun wirklich waren. Skepsis scheint aber angezeigt.




