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Griechenland-„Rettung“: ein schwarzer Tag für den Steuerzahler

Nun kommt es doch dazu, womit im Grunde genommen jeder aufgeklärte Zeitgenosse rechnen musste: der deutsche – und natürlich der österreichische – Steuerzahler wird Milliarden-Summen für Kredite an Griechenland aufbringen müssen. Kredite, die möglicherweise nie getilgt werden. Noch vor wenigen Wochen hieß es aus dem Bundeskanzleramt:

Niemand hat die Absicht, Griechenland deutsche Steuergelder zu geben.

Die ganze Situation ist ja auch so grotesk, weil die „Geber“-Länder mehrheitlich selbst kein Geld haben und die Kreditsumme an den Kapitalmärkten – durch die Ausgabe von Bonds – beschaffen müssen. Mit anderen Worten: Der (hoch verschuldete) deutsche und österreichische Staat muss Geld für den noch höher verschuldeten griechischen besorgen.

Die Flagge Griechenlands
Die Flagge Griechenlands

Interessant ist auch, dass in Deutschland anscheinend wieder Geld in schier unbegrenztem Volumen zur Verfügung steht: für Griechenland, versteht sich. Auf der anderen Seite war doch für Steuersenkungen im Inland angeblich kein Geld da ist. Auch ist angeblich kein Geld da für kommunale Schwimmbäder oder für die Instandhaltung von Straßen. Frühverrentungen sind ebenfalls angeblich unbezahlbar. Ja, selbst in manchen Schulen fehlt es an dem Nötigsten.

Die „Rettung“ wäre ja noch nachvollziehbar, wenn der griechische Staat durch externe Risiken, wie Naturkatastrophen, in Schwierigkeit geraten wäre. Dem ist aber nicht so, sondern es ist eine betrügerische Politik im ganz großen Stil betrieben worden. Ansonsten wären die Griechen ja gar nicht in die Euro-Zone aufgenommen worden.

Hinzu kommt eine ebenso generöse wie unverantwortliche Sozialpolitik: In Griechenland beträgt das Rentenniveau unglaubliche 96 % der Brutto-Einkommen, und es haben in der Vergangenheit 35 Jahre Erwerbstätigkeit für das Recht auf die maximale Rente ausgereicht. Die Steuerquote ist extrem niedrig, und der Beamtapparat ist dramatisch aufgebläht. 14 Monatsgehälter sind die Regel, mitunter sind es auch 16.

Dies alles wird jetzt noch belohnt, und den Griechen wird noch nicht einmal zugemutet um Hilfen zu bitten. Nein, die griechische Regierung hat mehrmals betont, man wolle definitiv nicht um Hilfen bitten, sondern schaffe es aus eigener Kraft.

Fazit: Der Rubikon ist mit dem Hilfspaket endgültig überschritten. Nun wird es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis andere Staaten um Hilfe bitten werden. Und man wird es ihnen dann nicht mehr verweigern können. Das ganze Spiel wird wohl so lange gehen, bis die „Geber-Länder“ selbst ihre Kreditwürdigkeit verspielt haben. Mit anderen Worten: Erst wenn Deutschland, Österreich, Luxemburg & co. pleite sind, wird das System zusammenbrechen.

In der Zwischenzeit wird aber die Umverteilung von Vermögen weitergehen: zu Lasten der Steuerzahler der „Geber“-Länder.

Der Auspressung durch steigende Abgaben wird sich der Steuerzahler nur bedingt entziehen können. Er kann aber zumindest versuchen, sein Vermögen in Sicherheit vor Inflation und Währungsreform zu bringen. Gold bleibt hier das Mittel der ersten Wahl.

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