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Euro schlecht für Deutschland

Professor Hankel: Der Euro war das schlechteste Geschäft Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg

Der Euro erweist sich in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise als großer Nachteil für Deutschland:

  • Erstens wird Deutschland die Möglichkeit genommen, eine eigenständige Leitzinspolitik zu betreiben.
  • Zweitens wird Deutschland die Möglichkeit genommen, eine Wechselkurspolitik zu betreiben.
  • Drittens wird Deutschland früher oder später gezwungen werden, bei der Emission eines Euro-Bonds mitzumachen. Die Zeche würde der deutsche Steuerzahler begleichen, da die Zinsen für einen solchen Euro-Bond deutlich höher wären als die Kupons, die Deutschland derzeit für Bundesanleihen offerieren muss.

Hinzu kommt ein generelles Problem, das vielen gar nicht klar ist: Durch unsere Exportüberschüsse haben wir ja riesige Überschüsse in der Handels- und Leistungsbilanz. Würden wir weiter die DM haben, müsste diese gegenüber anderen Währungen deutlich aufwerten.

Wir könnten also für sehr günstige Preise etwa Konsumgüter aus dem Ausland kaufen. Umgekehrt wäre wahrscheinlich der spanische Peso wegen der hohen Exportdefizite der Spanier heute deutlich schwächer. Mit anderen Worten: Deutschland trägt eine Hauptlast für den Euro und ermöglicht anderen Euro-Ländern hohe Exportdefizite

Honoriert wird die Leistung Deutschlands für den Euro freilich nicht. Professor Wilhelm Hankel resümiert: Der Euro ist das schlechteste Geschäft Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg.

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